Brutaler Räuber schlägt Frauen nieder und beklaut sie

Dresden - Sein eiskalter Beutezug konnte zum Glück beendet werden. Am Freitag schnappte die Polizei einen Räuber, der nicht nur einmal brutal zuschlug.

Die Polizei konnte einen Mann schließlich festnehmen. (Symbolbild)
Die Polizei konnte einen Mann schließlich festnehmen. (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurde am Freitag gegen 11.20 Uhr eine 88-jährige Frau brutal ausgeraubt. Die bis dahin unbekannten Täter stießen die Rentnerin an der Müller-Berset-Straße in Striesen zunächst zu Boden und klauten ihr dann aus ihrem Rollator die Einkaufstasche samt 300 Euro. Die ältere Dame erlitt eine Beckenfraktur und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Kurze Zeit darauf wurde eine 66-Jährige Opfer. An der Comeniusstraße, also nur einige Meter entfernt, schlugen ebenfalls zwei unbekannte Männer auf die Frau ein und klauten ihr die Tasche mit Lebensmitteln, einer Geldkarte und zehn Euro Bargeld.

Die eintreffenden Beamten fanden schließlich auf der Comeniusstraße eine Tasche, die der 88-Jährigen aus dem ersten Vorfall zugeordnet werden konnte. Die Tasche war inzwischen leer. Von den Tätern fehlte zu diesem Zeitpunkt noch jede Spur.

Gegen 12.40 Uhr wechselte dann der Stadtteil. Ein Mann bemerkte in einem Innenhof eines Wohnhauses auf der Schäferstraße in Friedrichstadt wie ein Unbekannter augenscheinlich eine Tasche durchsuchte. "Als der Zeuge die Polizei verständigen wollte, schlug ihm der Unbekannte das Handy aus der Hand und fing eine Rangelei an", heißt es weiter.

Die alarmierte Polizei konnte im Anschluss einen 21-Jährigen festnehmen. Der Tunesier stand unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol. Die Beamten konnten bei ihm die Sachen der 88-Jährigen feststellen.

Die Tasche, die er in dem Innenhof durchsuchte, stammte von einer weiteren Tat. Diese hatte er zuvor aus einem Auto auf dem Gelände eines Krankenhauses entwendet.

Bereits am Samstag wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Mittlerweile sitzt er in der JVA ein. Die Suche nach dem Mittäter dauert an.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa


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