Striezelmarkt zieht durchwachsene Bilanz

Dresden - Auf dem Striezelmarkt werden am Montag, 14 Uhr, die Glühwein-Hähne zugedreht.

Die Minimalismus-Pyramiden von Gabriele Günther (62) gingen weg wie warme Semmeln.
Die Minimalismus-Pyramiden von Gabriele Günther (62) gingen weg wie warme Semmeln.  © Petra Hornig

Zwar machte Petrus den Händlern einen kleinen Strich durch die Rechnung. Das Geschäft mit den Glühweintassen lief dafür fantastisch.

Die Bilanz ist so lala. Das 584. Striezelmarkt-Jahr fiel ähnlich aus wie in den Vorjahren. 140.000 Liter Punsch wurden verkauft und 700.000 Mal die Becher gespült. Nichtsdestotrotz sind die Macher zufrieden.

Denn die Striezelmarkt-Tasse entpuppte sich wieder als beliebtes Souvenir. 60.000 Besucher nahmen den grauen Keramik-Pott für ein Pfandgeld von drei Euro mit nach Hause.

Die Händler sind weniger begeistert, aber dennoch zufrieden. Für Gabriele Günther (62), die seit 1990 auf dem Striezelmarkt Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge vertreibt, lief das Geschäft mittelmäßig: "Wir hatten schon bessere, aber auch schlechtere Jahre", sagt sie.

Schwibbögen und Pyramiden in klaren, schlichten Formen seien dieses Jahr besonders gefragt. Bei den Räuchermännchen gehen im Gegensatz dazu immer noch die klassischen Motive am besten.

Die limitierten Striezelmarkt-Tassen für 20 Euro waren schnell vergriffen.
Die limitierten Striezelmarkt-Tassen für 20 Euro waren schnell vergriffen.  © Petra Hornig
Der Budenzauber auf dem 584. Striezelmarkt lockte auch zahlreiche tschechische, polnische, russische und asiatische Besucher an.
Der Budenzauber auf dem 584. Striezelmarkt lockte auch zahlreiche tschechische, polnische, russische und asiatische Besucher an.  © Petra Hornig

Titelfoto: Petra Hornig