Handys & Funkmasten. So verstrahlt ist Dresden

Wie verstrahlt ist Dresden? Eine Karte zeigt im Ergebnis die elektromagnetische Strahlung in Dresden.
Wie verstrahlt ist Dresden? Eine Karte zeigt im Ergebnis die elektromagnetische Strahlung in Dresden.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Handys, Funk- und Strommasten strahlen allesamt elektromagnetische Felder aus. Strahlung, die krank machen kann. Erst recht in einer Großstadt. Doch wie verstrahlt ist Dresden?

Dies klärt jetzt ein neues bundesweites Forschungsprojekt auf. Dahinter steckt Professor Matthias Hampe von der Ostfalia Hochschule in Wolfenbüttel, der die Untersuchungen leitet: „Die Idee ist es, hochgenaue Messdaten über die Feldstärkeverteilung in deutschen Städten aufzunehmen und für Anwendungen nutzbar zu machen.“

Im September haben seine Mitarbeiter dafür Messwerte in Dresden gesammelt. Mit einem speziellen Auto wurden dabei die wichtigsten Magistralen der Stadt abgefahren.

Besonders hohe Werte spürte das Sensor-Auto unter anderem an der Albertstraße, auf der Carolabrücke und am Straßburger Platz in der Nähe der Gläsernen Manufaktur auf. Eine geringe Strahlung gab’s an der Tiergartenstraße am Großen Garten.

Fazit der Forscher: Einen Aluhut müssen Sie nicht aufsetzen. Denn Grenzwerte der Bundesnetzagentur werden an keinem der gemessenen Punkte in Dresden überschritten.

Bezüglich der Datensicherheit kann Professor Hampe ebenfalls beruhigen: „Es wird ausschließlich die Stärke der Signale gemessen. Die Inhalte der Nachrichten, zum Beispiel beim Versand per WLAN oder Mobilfunk, bleiben unberücksichtigt.“

Das Mobiltelefon ist übrigens die häufigste Quelle für elektromagnetische Strahlen in der eigenen Umgebung.

Abstand beugt in diesem Fall vor: „Bereits in einem Abstand von nur einem Zentimeter vom Kopf liegt der Expositionsbeitrag zwei Drittel unter dem Wert, der bei direktem Kopfkontakt auftritt“, so Dr. Christian Bornkessel von der TU Ilmenau in einer aktuellen Studie für das Berliner Informationszentrum Mobilfunk (IZMF).

Erhöhte Werte gab’s an der Albertstraße in Höhe der Archivstraße (Innere Neustadt).
Erhöhte Werte gab’s an der Albertstraße in Höhe der Archivstraße (Innere Neustadt).
Sehr niedrig lagen die Werte übrigens an der Tiergartenstraße in Höhe der Querallee im Großen Garten.
Sehr niedrig lagen die Werte übrigens an der Tiergartenstraße in Höhe der Querallee im Großen Garten.
Von Sendemasten geht eine hohe elektromagnetische Strahlung aus. Sie ermöglicht erst die Kommunikation.
Von Sendemasten geht eine hohe elektromagnetische Strahlung aus. Sie ermöglicht erst die Kommunikation.
Professor Matthias Hampe von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften war im September mit einem Sensor-Auto in Dresden unterwegs.
Professor Matthias Hampe von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften war im September mit einem Sensor-Auto in Dresden unterwegs.

Fotos: PR, Steffen Füssel, Thomas Türpe, imago, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften


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