Laubegaster Werft verkauft: Was wird jetzt aus der Weißen Flotte?

Dresden - Die Sorgen der Sächsischen Dampfschifffahrt werden nicht kleiner. Derzeit ringen die Eigentümer der Weißen Flotte um ein Zukunftskonzept. Und jetzt wechselt auch noch die Laubegaster Werft ihren Besitzer.

Immobilien-Unternehmer Sven Spielvogel (44) ist der neue Eigentümer der Laubegaster Werft.
Immobilien-Unternehmer Sven Spielvogel (44) ist der neue Eigentümer der Laubegaster Werft.  © Eric Münch

Neuer Eigentümer ist Immobilien-Unternehmer Sven Spielvogel (44) aus Dresden. Welche Folgen der Eigentümerwechsel für die Dampfschifffahrt hat, die dort regelmäßig ihre Schiffe wartet, ist noch unklar.

Bisher gehörte die Werft in Laubegast dem Investor Reinhard Saal (68). Der Siegener hatte die insolvente Werft vor sechs Jahren gerettet und nach eigenen Angaben für rund zwei Millionen Euro denkmalgerecht saniert.

So ließ er unter anderem Strom- und Wasserleitungen sowie die Heizung erneuern, Büros und Toiletten einbauen und auch die Bootsanleger reparieren.

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Schon vor Monaten kündigte Reinhard Saal an, Dresden den Rücken zu kehren, nicht nur die Werft, sondern auch die Orangerie gegenüber vom Dresdner Zwinger abgeben zu wollen. Grund: Die Zusammenarbeit mit der Stadt habe sich als zäh erwiesen.

Die Weiße Flotte hat mit Investor Saal einen langfristigen Mietvertrag geschlossen. Bis 2025 kann die Dampfschifffahrt ihre Schiffe noch in der Laubegaster Werft warten und reparieren sowie die Slipanlage (Rampe, auf der Schiffe ins Wasser gelassen werden) nutzen.

Wie es danach weitergeht und welche Pläne Investor Spielvogel verfolgt, ist noch offen. Der neue Werfteigner war Dienstag nicht zu sprechen - laut Auskunft seines Büros befindet er sich im Urlaub.

Der Schaufelraddampfer "Pillnitz" war vergangenes Jahr zur Reparatur in der Werft.
Der Schaufelraddampfer "Pillnitz" war vergangenes Jahr zur Reparatur in der Werft.  © dpa/Sebastian Kahnert

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