Tageseltern kämpfen vor Gericht für mehr Geld

Eltern können wählen, ob ihr Nachwuchs in der Kita oder bei Tageseltern betreut wird. Die würden gern für gleiche Leistung gleiches Geld erhalten.
Eltern können wählen, ob ihr Nachwuchs in der Kita oder bei Tageseltern betreut wird. Die würden gern für gleiche Leistung gleiches Geld erhalten.

Von Dirk Hein

Dresden - Zwei Dresdner Tageseltern kämpfen am Verwaltungsgericht um mehr Geld für ihre Arbeit. Nächste Woche Mittwoch entscheiden die Richter. Das Urteil hätte Auswirkungen auf alle etwa 350 Tagesmütter und -väter.

"Obwohl sie anderen Eltern eine sozial abgesicherte Anstellung ermöglichen, werden die meisten Tageseltern unter den gegenwärtigen Bedingungen von Altersarmut betroffen sein", sagt Bettina Parade (49), Sprecherin der Interessengemeinschaft Tagespflege.

Auf deren Initiative hin ist es zur Klage gekommen. Konkret wollen die Tageseltern in Anlehnung an Erzieher mit wenig Berufserfahrung bezahlt werden. Die Stadt hält die 537 Euro pro Kind für Tageseltern für angemessen.

Mittwoch findet die Verhandlung vor der 1. Kammer des Verwaltungsgerichtes statt. Ob direkt eine Entscheidung fällt, ist ungewiss, aber durchaus nicht unüblich. Urteilen die Richter für die Tageseltern, muss die Stadt kräftig nachbessern.

Laut Frau Parade könne man mit deutlich über 100 Euro mehr pro Betreuungsplatz rechnen.

Damit würden sich freilich auch die Gebühren der Kindeseltern erhöhen.

Fotos: dpa/Peer Grimm, dpa/Karl-Josef Hildenbrand


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