Dresden-"Tatort"-Ermittlerin nimmt Schweiger in Schutz

Alwara Höfels (34)
Alwara Höfels (34)

Dresden - Im bunten Dirndl trällert die junge Frau einen Schlagerhit, im Hintergrund die barocke Kulisse des Dresdner Zwingers. "Mein Sachsen, hier bin ich geboren, mein Sachsen, hier gehör' ich hin...". Dresdens neuer Tatort ist also Volksmusik-geschwängert. Ob das ein gutes Omen ist?

Spoilern wir mal kurz weiter: Die Probe für eine große Unterhaltungsshow wird jäh unterbrochen, als die Sängerin einen toten Kollegen hinter der Bühne findet - Toni vom Schlagerduo "Toni und Tina".

Daneben Musiker, die nach einer durchzechten Nacht ihren Rausch ausschlafen. Der neue "Tatort" aus Dresden "Auf einen Schlag", den das Erste am morgigen Sonntag um 20.15 Uhr ausstrahlt, zeigt gleich zu Beginn Risse in der ach so "heilen" Schlagerwelt.

So weit, so Tatort... Wie sieht die "Neue" Dresden? "Ich bin unglaublich glücklich, dass es Dresden geworden ist. So viele Widersprüche, wie es dort gibt, da werden uns die Stoffe in den nächsten Jahren nicht ausgehen", sagt Schauspielerin Alwara Höfels (34) - auch mit Blick auf die wöchentlichen PEGIDA-Demonstrationen, die alle Schauspieler am Rande der Dreharbeiten mitbekommen haben.

Dresdens Ermittler - Sonntag, ARD ab 20.15 Uhr.
Dresdens Ermittler - Sonntag, ARD ab 20.15 Uhr.

Für die neue Auflage aus Dresden geht nun erstmals ein rein weibliches Ermittlerduo an den Start - und eine davon: Alwara Höfels. Sie spielte mit Til Schweiger in "Keinohrhasen". Auch in "Fack ju Göthe" war sie dabei.

Angesprochen auf Til Schweiger sagt Höfels im Focus-online-Interview: "Ich verstehe das Til-Schweiger-Bashing schon seit Jahren nicht. Dieser Mann hat zur Genüge bewiesen, was er kann. Es scheint ein deutsches Phänomen zu sein, dass wir einander den Erfolg nicht gönnen. Ich gönne ihn ihm aus tiefstem Herzen."

"Er ist ein toller Mensch, der auch da Meinung bezieht, wo viele andere es nicht tun. Und seine 'Tatorte' sind eine Farbe in dieser großen Landschaft. Wer sie mag, mag sie. Wer sie nicht mag, mag sie nicht. Was soll’s.“ Höfels fordert: „Man soll diesen Mann einfach mal in Ruhe lassen."

Til Schweiger (52) hatte wenig (Quoten-)Glück mit seinem Tatort.
Til Schweiger (52) hatte wenig (Quoten-)Glück mit seinem Tatort.

Übrigens, was die Quoten angeht: Nach Schweigers Kollegen-Bashing sind nun die "echten" Zahlen bestätigt - auch in den Mediatheken konnte Schweiger nicht überzeugen: Axel Prahl und Jan Josef Liefers bleiben mit ihrer "Tatort"-Folge "Schwanensee" aus Münster die Könige der ARD-Mediathek.

Aufgrund einer "falschen Datenlieferung" habe das Marktforschungsunternehmen Nielsen im Januar den Hamburger "Tatort" mit Til Schweiger vom 2. Januar ("Der große Schmerz") an Nummer eins gesetzt.

Den Liefers/Prahl-Fall sahen demnach 463.000 Menschen in der Mediathek und den Schweiger-Film 396.000 (und nicht 596.000, wie Mitte Januar ausgewiesen). Den zweiten Schweiger-Fall "Fegefeuer" wurde in der Mediathek 303.000 Mal angeklickt und nicht knapp 418.000 Mal, wie ursprünglich angegeben.


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