Prost! Uni braut jetzt ihr eigenes Bier

Doktorand Robin Schoemaker (24) zapft frisches Blondes.
Doktorand Robin Schoemaker (24) zapft frisches Blondes.

Von Hermann Tydecks

Dresden - O’zapft is an der Uni: Die TU hat jetzt ihre eigene Brauerei! 500 Liter Bier brauen die Chemie-Studenten jedes Semester in Sachsens süffigstem Studiengang (Numerus Clausus: 1,8 Promille).

Forschung, die schmeckt: Das TU-Pils gibt‘s sogar bald im Brauhaus Watzke!

Malz schroten, einmaischen, Hopfen und Hefe zugeben: „Wir brauen jetzt unser eigenes Bier“, sagt TU-Professor Thomas Henle (54) stolz. „Und zwar mindestens so gut, wie die Großen!“

Zusammen mit seinem Kollegen Jan Weigand (41) hat der Chemiker eine Uni-eigene Brauerei eingerichtet.

Kosten: 20.000 Euro!

Prost! Doktoranden und wissenschaftliche Mitarbeiter lassen sich das TU-Bier schmecken.
Prost! Doktoranden und wissenschaftliche Mitarbeiter lassen sich das TU-Bier schmecken.

Jedes Semester tauschen jetzt 80 Studenten Hörsaal gegen Brauerei, lernen dort in drei Wochen, wie sie ihr eigenes Bier brauen.

„Sie lernen und untersuchen chemische Reaktionen während des Brauprozesses“, sagt „Braumeister“ Henle. Doktorandin Sophia Witte (25): „Im Studium lernt man viel Theorie, in der Brauerei sehen wir die Praxis.“

Bei den Studenten besonders beliebt: Die Bier-Verkostung (die Professoren nennen das „sensorische Prüfung“)!

Jeder Kursteilnehmer bekommt einen halben Liter Eigengebräu. Die Doktoranden können sogar noch mehr süffeln: „Ein Feierabendbier ist regelmäßig drin“, freut sich Robin Schoemaker (24). Die Uni zahlt sogar Bier-Steuer, auch wenn das Forschungs-Bier nicht verkauft werden darf.

Acht Biersorten haben die Forscher und Studenten schon entwickelt. Mit Erfolg:

Das „TU-Dresden-Pils“ wird im September sogar im Brauhaus Watzke ausgeschenkt. Na denn, Prost!

Die TU-Professoren und "Braumeister": Thomas Henle (54, links) und Jan Weigand (41).
Die TU-Professoren und "Braumeister": Thomas Henle (54, links) und Jan Weigand (41).
Ein Teil des Brauprozesses: Sophia Witte (25) schüttet Malz in eine Schrotmühle.
Ein Teil des Brauprozesses: Sophia Witte (25) schüttet Malz in eine Schrotmühle.
Stephen Schulz (30) prüft, wie klar das Würzwasser nach dem Maischen ist.
Stephen Schulz (30) prüft, wie klar das Würzwasser nach dem Maischen ist.

Fotos: Steffen Füssel


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