Carsharing: Immer mehr Dresdner teilen ihr Auto

Dresden - Carsharing ist in. Immer mehr Dresdner machen von den Angeboten in der Landeshauptstadt Gebrauch - für Umzug, Familienausflug oder Großeinkauf. Flexibilität und Kostenreduzierung sind die Hauptgründe der Nutzer.

Per App wird schnell ein freies Auto in der Umgebung gesucht und gebucht.
Per App wird schnell ein freies Auto in der Umgebung gesucht und gebucht.  © Teilauto

Corinna Aurelia Garbe (33) ist seit 2015 bei Teilauto registriert. "Ich finde das super", sagt die Goldschmiedin. Sie wohnt in der Neustadt, braucht manchmal beruflich einen Transporter oder schnell ein kleines Auto, um das Kind abzuholen. Auf ihrer App findet sie die verfügbaren Gefährte an dafür gemieteten Stellflächen in ihrer Gegend, bucht und steigt ein.

"Ich nutze das viel und zahle monatlich um 200 Euro", sagt sie. Und vor allem: "Ich muss keinen Parkplatz mehr suchen." 280 Teilautos (acht Fahrzeugtypen) stehen in Dresden, wo es rund 10.000 Mitglieder gibt.

"Alle Autos können rund um die Uhr gebucht und per Smartphone-App oder Kundenkarte geöffnet werden", so Teilauto-Sprecherin Franziska Wilhelm.

Das Dresdner Startup CarlundCarla bekommt gar 59.000 Euro vom Amt für Wirtschaftsförderung für ein neues Mobilitätsprojekt, das derzeit ausgearbeitet wird. Wer den ÖPNV zu den 15 Standorten der 60 VW T6-Transporter nutzt, soll ab März mit Rabatt belohnt werden.

Die Goldschmiedin Corinna Aurelia Garbe (33).
Die Goldschmiedin Corinna Aurelia Garbe (33).  © Amac Garbe

Auch gibt es seit drei Monaten die Möglichkeit für gewerbliche Nutzer, das Auto in ungenutzten Stunden (beispielsweise am Wochenende) an private Nutzer unterzuvermieten.

"Vom Corporate Carsharing profitieren alle. Das Auto wird mehr genutzt, private und gewerbliche Nutzer haben finanzielle Vorteile", so Richard Vetter (31), Mitgründer von CarlundCarla (2013 gegründet).

Seit Januar drängt nun auch das 2009 in San Francisco gegründete Unternehmen Turo auf den hiesigen Markt. Hier können Privatanbieter ihr Auto registrieren lassen.

Dieses sollte aber nicht älter als 15 Jahre sein und nicht mehr als 200.000 Kilometer auf dem Tacho haben.

CarlundCarla-Mitgründer Richard Vetter (31) teilte sich in seiner WG einen alten VW-Bus namens "Charlie". Das war der Anfang ...
CarlundCarla-Mitgründer Richard Vetter (31) teilte sich in seiner WG einen alten VW-Bus namens "Charlie". Das war der Anfang ...  © Anneke Müller

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