Terror-Gruppe Freital: Verdächtige (†20) starb noch vor Erhebung der Anklage

Dresden - Am 28. März 2018 ging die Generalstaatsanwaltschaft Dresden gegen weitere mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer des rechten Terrortrupps "Gruppe Freital" vor, durchsuchte deren Wohnungen und stellte Beweismittel sicher.

Mirjam K. (†20) starb noch vor der Anklageerhebung.
Mirjam K. (†20) starb noch vor der Anklageerhebung.  © privat

Betroffen von der Razzia war auch Mirjam K. Doch noch vor der Anklage kam die junge Mutter (†20) ums Leben.

Die Anschuldigungen gegen Mirjam K. wogen schwer: Spätestens im Juli 2015 soll sie zusammen mit ihrem Freund Sebastian W. (28) und weiteren die "Gruppe Freital" gegründet haben.

Beihilfe zum Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, zum versuchten Mord, zur gefährlichen Körperverletzung und Sachbeschädigung legten die Ermittler ihr zur Last.

Sie soll auch die makabere "To-Do-Liste", eine Art Bekenner-Liste der Truppe, erstellt haben, die nach dem Anschlag auf das Büro des Linken-Politikers Michael Richter (43) gefunden wurde.

Einen Prozess gegen sie wird es aber nicht mehr geben: "Das Ermittlungsverfahren gegen eine Verdächtige wurde wegen Todesfall eingestellt", bestätigt Wolfgang Klein (58), Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. "Gegen neun weitere dauern die Ermittlungen an."

Die Ermittlungen zum Tod der Terrorverdächtigen am 15. März 2019 sind bereits abgeschlossen: "Am Wahrscheinlichsten ist der natürliche Tod aufgrund einer Krankheit", sagt Oberstaatsanwalt Lorenz Haase (59).

"Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es keine." Die gemeinsame Tochter von Mirjam K. und Sebastian W. lebt derzeit bei ihrer Oma.

Diese Droh- und Bekennerliste hinterließ die Terrorgruppe am Tatort.
Diese Droh- und Bekennerliste hinterließ die Terrorgruppe am Tatort.  © privat

Mehr zum Thema Dresden Crime:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0