Selbstanzeige unglaubwürdig: Kippt der Prozess gegen den mysteriösen Angeklagten?

Nasser A. (25) vor Gericht in Dresden. Es gibt Zweifel, ob er die Wahrheit sagt.
Nasser A. (25) vor Gericht in Dresden. Es gibt Zweifel, ob er die Wahrheit sagt.  © Ove Landgraf

Dresden - Auf einer Selbstanzeige basiert auch der Terrorprozess vor dem Dresdner Oberlandesgericht: Nachdem die Anklage gegen Nasser A. (25) allein auf inzwischen widerrufenen Aussagen des Syrers beruht, ist ein Gutachter gefragt. Und der stellt die Glaubwürdigkeit des Angeklagten in Frage!

Zwar sei die Mitgliedschaft in der terroristischen Al Nusra-Front, der sich Nasser A. selbst bezichtigt hatte, glaubhaft, heißt es dem Vernehmen nach in der Expertise des Islamwissenschaftlers Guido Steinberg (49).

Hinweise auf Entführungen westlicher Journalisten, an denen der Syrer in seinem Heimatland ebenfalls beteiligt gewesen sein will, gebe es dagegen nicht.

Auch ein Experte des Bundeskriminalamts sagte, dass er keine Erkenntnisse über solche Entführungen durch die Al Nusra-Front - einem Ableger des Terrornetzwerks Al Kaida - im fraglichen Zeitraum habe.

Nasser A. hatte sich in Chemnitz dreimal an die Polizei gewandt, ehe die Beamten den "Terroristen" ernst nahmen. Fortsetzung folgt.


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