Rathaus muss blechen! Millionen-Nachzahlung für DDV-Stadion

Mit Beginn der Bauarbeiten 2007 stritten sich Verwaltung und Baufirmen über mögliche Mehrkosten.
Mit Beginn der Bauarbeiten 2007 stritten sich Verwaltung und Baufirmen über mögliche Mehrkosten.  © Dehli-News

Dresden - Seit zehn Jahren streiten sich Stadt und Baufirmen um Mehrkosten beim Bau des heutigen DDV-Stadions. Jetzt ist endlich eine Einigung im "Stadion-Streit" in Sicht. Drei Millionen Euro muss die Stadt demnach zusätzlich auf den Tisch legen.

Rückblick: Eigentlich sollte der "Ersatzneubau Rudolf-Harbig-Stadion" 2006 beginnen. Der Baustart verzögerte sich aber um anderthalb Jahre. Daraufhin machten die Baufirmen deutlich, dass die geplanten 41 Millionen Euro nicht reichen.

Völlig unverständlich: Stadt und Bauleute beschlossen daraufhin zu bauen, ohne sich über den Preis einig zu werden. Der sollte per Mediation gefunden werden.

Weil das schief ging, streiten sich Stadt und Bau-Arge seit 2012 mit wechselndem Erfolg vor Landgericht, Bundesgerichtshof und Oberlandesgericht um Summen zwischen 0 und 6,5 Millionen Euro.

Sportbürgermeister Peter Lames (53, SPD) bestätigt: "Wir haben uns grundsätzlich auf einen Vergleich geeinigt. Einzelheiten werden derzeit ausformuliert". Der jetzt intern gefundene Kompromiss muss noch durch den Stadtrat bestätigt werden. "Ich freue mich, dass der Streit beigelegt werden kann.

Wer große Ausbaupläne hat, sollte alte Auseinandersetzungen beigelegt haben", so SPD-Stadtrat Thomas Blümel (52) mit Blick auf die geplante Vergrößerung des DDV-Stadions auf 45.000 Plätze.

Einigung im Stadion-Streit: Die Stadt soll drei Millionen Euro extra zahlen.
Einigung im Stadion-Streit: Die Stadt soll drei Millionen Euro extra zahlen.  © Norbert Neumann

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