Opernball-Streit! Gericht lehnt Klage von Naomi Campbell ab

Naomi Campbell bei ihrem 20-minütigen SemperOpernball-Auftritt.
Naomi Campbell bei ihrem 20-minütigen SemperOpernball-Auftritt.  © Steffen Füssel

Dresden - Schon wieder Pech für Top-Model Naomi Campbell (47): Nachdem sie beim SemperOpernball 2015 insgesamt 47.000 Euro vom Veranstalter im Hotelsafe liegen ließ, watschte das Dresdner Landgericht am Freitag auch noch die Klage ihrer Agentur ab. Der bleiben jetzt erstmal nur die Verfahrenskosten.

Keine 20 Minuten dauerte der Chaos-Auftritt von Naomi Campbell vor zwei Jahren, ganze 55.930 Euro forderte ihre Agentur daraufhin als Aufwandsentschädigung.

Hans-Joachim Frey (52) sah das gar nicht ein, so trafen sich die Vertreter Campbells und er schon mehrfach vor dem Dresdner Landgericht.

Dieses lehnte die Klage gegen den berühmten Ball nun ab: "Das Urteil ist mir nicht leichtgefallen", so Richter Fred Prade (55).

"Ich bin aber nicht überzeugt, dass es eine mündliche Vereinbarung zwischen den Parteien gegeben hat. Es herrschte bis zuletzt keine Sicherheit, ob Frau Campbell kommt und welcher Betrag zu zahlen sei." Auch eine schriftliche Vereinbarung habe es nicht gegeben. "Ich bedauere es, dass mein Vergleichsangebot nicht angenommen wurde", so der Richter.

Das waren immerhin 20.000 Euro.

„Wir hatten diesen Vorschlag angenommen“, sagt Vereins-Sprecher Holger Zastrow (48). „Die Klägerin aber nicht.“ So geht Campbells Agentur erstmal leer aus, muss dazu noch die Verfahrenskosten tragen.

„Wir bedauern wiederholt, dass der Fall vor Gericht entschieden werden musste“, sagte OpernBall-Chef Frey. „Wir hoffen, dass wir nach dem jetzt abgeschlossenen Verfahren den Blick nach vorne richten können - gern auch mit der Klägerseite.“

Richter Prade (l.) kurz vor der Verkündung der Entscheidung. Ganz rechts Holger Zastrow (48, FDP).
Richter Prade (l.) kurz vor der Verkündung der Entscheidung. Ganz rechts Holger Zastrow (48, FDP).  © Holm Helis

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