Dresdens umstrittenste Trambaustelle: Bahn frei auf der Oskarstraße

Dresden - Problembaustelle endlich fertig: Heute rollen die ersten Trams über die neue Straßenbahntrasse an der Oskarstraße. Damit ist die erste Etappe des Zukunftsprojekts "Stadtbahn 2020" gemeistert.

Neu trifft alt: Die erste Bahn, die über die frisch verlegten Gleise rollte, war der historische MAN-Zug (Baujahr 1913).
Neu trifft alt: Die erste Bahn, die über die frisch verlegten Gleise rollte, war der historische MAN-Zug (Baujahr 1913).  © Petra Hornig

Vor den Augen von etwa 200 Schaulustigen und geladenen Gästen nahm OB Dirk Hilbert (47, FDP) gestern die Straßenbahnstrecke am Haltepunkt Strehlen feierlich in Betrieb.

Mit der Inbetriebnahme der 1,1 Kilometer langen Trasse fahren die Linien 9 und 13 wieder durchgängig zwischen Prohlis und Mickten beziehungsweise Kaditz.

Die Bauarbeiten waren im März 2017 gestartet. Wegen eines Verfahrensfehlers der Genehmigungsbehörde hatte das Oberverwaltungsgericht einen Baustopp verhängt, der letztlich 14 Monate andauern sollte. "Das hat uns ganz schön getroffen", so DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach (50). Erst im Juli vergangenen Jahres konnten die Bagger dann wieder anrollen.

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Durch die unfreiwillige Pause entstanden erhebliche Mehrkosten: Statt der ursprünglich geplanten 16,7 Millionen Euro, liegen die Baukosten nach Einschätzung der DVB inzwischen bei rund 24 Millionen Euro.

Der erste Abschnitt des "Stadtbahn 2020"-Projekts, bei dem eine neue Bahntrasse zwischen Löbtau und Strehlen entsteht, ist also geschafft. Im September soll dann die Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße fertig werden.

Gestern wurde die neue Trasse an der Oskarstraße feierlich eröffnet.
Gestern wurde die neue Trasse an der Oskarstraße feierlich eröffnet.  © Petra Hornig

Titelfoto: Petra Hornig

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