Traumatisierte Flüchtlinge: Hier in Dresden finden sie Hilfe

Psychologe Jako Kunze hilft Flüchtlingen mit Traumata.
Psychologe Jako Kunze hilft Flüchtlingen mit Traumata.  © Petra Hornig

Dresden - Sie sind die Unbekannten im Ringen um Integration von Flüchtlingen, obwohl sie direkt mit deren Erlebnissen konfrontiert sind - Psychologen. Jetzt haben sie sich über ihre Erfahrungen in Dresden ausgetauscht.

"Wir arbeiten unter dem Dach des Psychosozialen Zentrums Sachsen in Dresden, Leipzig und Chemnitz", so Psychologe Jako Kunze.

Neben Flüchtlingen sind diese Stellen auch Berater für Flüchtlingshelfer. Denn die fangen so einiges ab, erklärt Kunzes Kollegin Heidi Straube: "70 Prozent der Flüchtlinge haben Traumata. Es begann in der Heimat, setzte sich auf der Flucht fort, selbst jetzt. Das endet nie. Diese Menschen leben im Dauerstress." Folgen seien Depressionen und Süchte.

Allerdings könnten die Stellen nur beraten, nicht behandeln. Der Vorlauf dafür wiederum dauere 1,5 bis zwei Jahre. Darum brauche es mehr Kräfte, vor allem im ländlichen Raum.

Schließlich benötigten gerade schwankende junge Erwachsene Hilfe und danach Perspektiven; auch zum Schutz vor radikalen Einflüssen. Dazu Integrationsministerin Petra Köpping (59, SPD): "Das ist zugleich Sicherheitsarbeit!"


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