In ihrem Keller liegen Dresdens Schätze

Das ist die größte Schließfachanlage Sachsens: Hier verstecken die Kunden ihre Schätze bei der zuständigen Chefin Angela Schnall (48).
Das ist die größte Schließfachanlage Sachsens: Hier verstecken die Kunden ihre Schätze bei der zuständigen Chefin Angela Schnall (48).  © Holm Helis

Dresden - Zahlreiche Sachsen sind gerade im wohlverdienten Sommerurlaub oder starten in Kürze. Doch leer stehende Wohnungen und Häuser sind dann auch ein begehrtes Ziel für Einbrecher. Wo also hin mit Schmuck, Sparbüchern & Co.?

Da wäre ein riesiger Tresor hinter dicken Stahlbetonmauern doch genau das Richtige ... Und der steht am Güntzplatz im Keller der Ostsächsischen Sparkasse.

"Mit 2816 Schließfächern ist es die größte Kundenmietanlage Sachsens", berichtet Angela Schnall (48), seit vier Jahren Leiterin der Hauptfiliale.

Der Zutritt ist nur möglich mit eigener Karte samt PIN und dann noch zwei persönlichen Schlüsseln. Es gibt vier Größen (6 bis 27 Liter) mit Kosten von 35,70 bis 119 Euro/Jahr, drei Monate beträgt die Mindestmietzeit.

Durch diese Tür kommt kein Dieb der Welt mehr durch.
Durch diese Tür kommt kein Dieb der Welt mehr durch.  © Holm Helis

Und was liegt nun in den Fächern? "Das wissen nur die Kunden selbst", so Chefin Schnall. "Allerdings erhalten wir aktuell sehr viele Anfragen, ob Festplatten deponiert werden dürfen, ebenso Urkunden. Ablehnen mussten wir leider Musikinstrumente und Diamantschneider oder -bohrer - die waren einfach zu groß."

Im 100 Quadratmeter großen Tresorraum (die Tür ist 40 Zentimeter dick und zentnerschwer) gibt es drei Diskretionsräume, wo die Kunden mit ihren Wertsachen ganz allein und ungestört sind. "Manche kommen auch nur, um zu schauen, ob noch alles da ist", lächelt die Filialleiterin.

Eine geheime Zahl von Überwachungskameras plus Notrufknopf vermitteln höchstmögliche Sicherheit: "Es gab in den ganzen 20 Jahren, seit es ihn gibt, noch keinen Zwischenfall", so Schnall. Sie hat übrigens auch ein Schließfach dort: "So viel Vertrauen muss schon sein ..."

Titelfoto: Holm Helis


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