Leere Körbe! Aus diesem Grund findet Ihr nicht viele Pilze

Dresden - Die anhaltende Trockenheit schlägt auch den Pilzsammlern auf die Stimmung. Sie kommen oft mit leeren Körben aus den Wäldern. Wer Glück hat, findet immerhin ein paar Exemplare. Doch Pilzfreunde dürfen noch hoffen.

Pilzexperte Stefan Zinke (37) hofft auf Regen.
Pilzexperte Stefan Zinke (37) hofft auf Regen.  © Holm Helis

"Nur da, wo die Bodenfeuchtigkeit konstant ist, findet man jetzt etwas", weiß Stefan Zinke (37), Leiter der Fachgruppe Mykologie Dresden.

Stein- und Birkenpilze, Pfifferlinge, Perl- und Pantherpilze habe er an solchen Stellen schon gefunden - wenn auch weniger als sonst. "Pilze brauchen Feuchtigkeit, um Fruchtkörper ausbilden zu können", erklärt der Pilzberater. Heißt: Kein Regen, keine Pilze! Und seit Tagen herrscht in Sachsen heiter Sonnenschein.

Dabei war die Saison Anfang Juni gut gestartet. "Doch dann kam die Sommerhitze und es brach ein", bedauert der Pilzexperte. "Wenn es in nächster Zeit ausgiebig regnet, ist aber noch alles möglich", gibt er Hoffnung. "Und vielleicht haben wir Glück, dass die Saison dafür länger, also bis in den November hinein, geht."

Dennoch macht sich der Dresdner Sorgen: "Wenn wir noch zwei, drei so trockene Sommer haben, wird es den Pilzen schaden. Pilze leben lang, aber ohne Wasser sterben auch sie", sagt er. Dann werde es wohl weniger geben.

"Vielleicht kommen aber auch Pilze zu uns, die die Trockenheit gut abkönnen."

Oft kehren die Pilzsammler im Moment mit leeren Körben aus den Wäldern zurück.
Oft kehren die Pilzsammler im Moment mit leeren Körben aus den Wäldern zurück.  © dpa/Armin Weigel

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