Weil er trotz Hausverbot in den Lidl wollte: "Ewiger Student" schlug Ladendetektiv in Klinik

Dresden - Wer trotz Hausverbots ein Gebäude betritt, fliegt raus. Und wer sich dann auch noch mit dem Sicherheitspersonal anlegt, landet vorm Richter. So wie Burkhard K. (33). Der "ewige Student" brach einem Hausdetektiv den Mittelhandknochen.

Burkhard K. (33) musste vor den Amtsrichter.
Burkhard K. (33) musste vor den Amtsrichter.  © Peter Schulze

Laut Anklage begehrte Burkhard K. einst Zutritt zum Lidl-Supermarkt im Neustädter Bahnhof. Dort hatte er aber Hausverbot. Freilich wurde er entdeckt. Der Hausdetektiv und ein Mitarbeiter bugsierten den betrunkenen Eindringling nach draußen. Dort kam es zu einer wilden Keilerei.

Laut Anklage konnte der Detektiv sich nur mit Faustschlägen wehren. Am Ende kam die Polizei. Der Detektiv war wegen einer knöchernen Absplitterungen und einem Riss an der Sehne eines Fingers vier Wochen "außer Gefecht".

Im Prozess verweigerte Burkhard K. die Aussage, erklärte lediglich, seit zwölf Jahren alles Mögliche zu studieren. Derzeit Bauingenieur.

Auf die Frage des Richters, in welchem Semester er gerade ist, antwortete der Angeklagte, der von monatlich 300 Euro Taschengeld lebt, mit Achselzucken.

750 Euro Strafe

Nun muss der Student wohl 750 Euro zusammenkratzen. Weil das Opfer der Attacke trotz Ladung nicht zur Zeugenaussage kam und Burkhard K. nicht vorbestraft ist, stellte der Richter das Verfahren gegen diese Summe ein.

Hier am Neustädter Bahnhof prügelte sich der Angeklagte mit dem Sicherheitsdienst.
Hier am Neustädter Bahnhof prügelte sich der Angeklagte mit dem Sicherheitsdienst.  © Peter Schulze

Titelfoto: Peter Schulze

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