Trotz "Wohngarantie" für alte Mieter: Linke will Vonovia an die Kandare nehmen

Dresden - Damit Mietwucher und hohe Nebenkosten ein Ende haben: Mehr Vonovia-Mieter müssen sich über das Geschäftsgebaren des umstrittenen Konzerns beschweren, findet Stadtrat André Schollbach (40). Den Mietern fehle es jedoch bisher an Unterstützung.

André Schollbach (40, Linke): "Dieser Immobilienkonzern presst die Mieter aus wie reife Zitronen."
André Schollbach (40, Linke): "Dieser Immobilienkonzern presst die Mieter aus wie reife Zitronen."  © Norbert Neumann

Zu Beginn des Jahres verabschiedete der Stadtrat einen Antrag der Linken für eine verschärfte Kontrolle der Vonovia. Damit wurde OB Dirk Hilbert (47, FDP) beauftragt, zu prüfen, ob und inwieweit das Wohnungsunternehmen systematisch überhöhte Betriebskosten abrechnet und rechtswidrig Mieten erhöht.

Maßgeblich sei laut Schollbach dabei die Beteiligung der Mieter. "Bislang wurden die jedoch weder angeschrieben noch öffentlich dazu aufgefordert, der Stadtverwaltung ihre Erfahrungen mit der Vonovia zur Überprüfung mitzuteilen."

Weiterhin wirft Schollbach dem OB "Behäbigkeit" vor. "Er rührt sich erst, wenn auch Beschwerden eingehen."

Um das den Vonovia-Mietern zu erleichtern, stellt die Linke auf ihrer Fraktions-Homepage jetzt ein kostenloses Musteranschreiben an den OB zur Verfügung.

Die vermeintliche Wohngarantie für Ü70-Mieter, die Vonovia-Chef Rolf Buch unter der Woche verkündet hatte, hält Schollbach übrigens für "eine PR-Show, die keinem Mieter weiterhilft".

Titelfoto: Norbert Neumann

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