Sperma-Forscher mit neuen Erkenntnissen über gute Samen

Dresden - Jedes zehnte Paar weltweit ist ungewollt kinderlos. Wissenschaftler gehen darum vor allem einer Frage nach: Was macht eigentlich ein gutes Spermium aus? Biologen der TU Dresden haben es jetzt herausgefunden.

TU-Studienleiterin Dr. Veronika Magdanz (34) im Labor.
TU-Studienleiterin Dr. Veronika Magdanz (34) im Labor.  © Steffen Füssel

Warum es für manche Paare nicht zum Baby-Glück reicht, bleibt trotz künstlicher Befruchtung in manchen Fällen rätselhaft.

TU-Wissenschaftler haben nun mit der so genannten "Swim-up"-Methode (dabei müssen Spermien ein Nährmedium durchdringen) in einer Studie Rinderspermien auf ihre Stoffwechselrate, Beweglichkeit und Geißellänge untersucht.

Wesentliche Erkenntnis: "Gute Spermien haben einen aktiveren Stoffwechsel", sagt TU-Studienleiterin Veronika Magdanz (34). Das mache sie auch schneller. Auch ihre Antriebsgeißeln sind länger.

"Es ist aber nicht einfach so, dass diese Spermien mehr Stoffwechsel betreiben. Die gespeicherte Energie ist in den ausgewählten Spermien auch geringer, was zeigt, dass sie mehr Energiereserven verbrauchen."

Die Erkenntnisse der Dresdner lassen sich auch auf alle Samen von Mensch und Tier übertragen und geben wertvolle neue Einblicke in den Ursprung des Lebens.

Warum genau Spermien unterschiedliche Stoffwechsel betreiben, muss noch erforscht werden.

Die Forscher wollen klären, warum manche Spermien schneller als andere sind.
Die Forscher wollen klären, warum manche Spermien schneller als andere sind.  © Imago

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