Überall Drogen: Gokelnder Grill wurde Dealer zum Verhängnis

Dresden - Hätte er sich mal lieber an die Sicherheitshinweise für Einweg-Grills gehalten. Dann würde Miloud B. (28) jetzt nicht auf der Anklagebank sitzen. Der Algerier muss sich am Landgericht Dresden wegen Drogenhandels verantworten. Weil sein Einweg-Grill gokelte ...

Miloud B. (28) trocknete offenbar Drogen-Pilze auf einem Einweg-Grill in der Bude.
Miloud B. (28) trocknete offenbar Drogen-Pilze auf einem Einweg-Grill in der Bude.

Ende Oktober 2017 rückte die Feuerwehr nachts zur Bautzner Straße aus, weil es aus einer Wohnung im zweiten Stock qualmte. "Auf Klopfen und Klingeln reagierte niemand", erinnerte sich Polizistin Angelika J. (42). "Die Tür musste von uns geöffnet werden."

Feuerwehr und Polizei stürmten in die Einraumwohnung - und entdeckten einen qualmenden Einweggrill. Ein Gerät, das bekanntlich nur im Freien benutzt werden darf. Holzkohle räucherte im Behälter vor sich hin - und Rauschpilze auf dem Rost!

"Das Fenster war auf. Vermutlich war jemand daraus getürmt", so die Polizisten, die auch noch einen Reisekoffer voller Haschisch fand. Nachdem die Feuerwehr den Rauch beseitigt hatte, stöberte die Kripo durch den Raum.

Laut Anklage fanden sich über drei Kilo Marihuana, fast zwei Kilo Haschisch, Cannabisstängel, 248 Gramm Kokain, sowie 320 Gramm getrocknete und zum Verkauf verpackte Rausch-Pilze.

Laut Staatsanwalt hatte Reinigungskraft Miloud B. mit drei Bekannten dort seinen Drogenhandel aufgezogen. Er schweigt allerdings eisern. Das Urteil soll Mitte Juni fallen.

In diesem Haus qualmte erst der Grill, dann fand die Polizei Drogen.
In diesem Haus qualmte erst der Grill, dann fand die Polizei Drogen.

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