Attacke gegen Grünen-Spitzenkandidat: Unbekannte demolieren Wahlkampfauto

Stepan Kühn (38, Bündnis 90/ Die Grünen) versucht den Vorfall locker zu nehmen.
Stepan Kühn (38, Bündnis 90/ Die Grünen) versucht den Vorfall locker zu nehmen.  © DPA

Dresden - Stephan Kühn (38, Bündnis 90/ Die Grünen) wollte am Sonntagmittag gerade in sein Wahlkampfauto steigen, da sah er, dass Unbekannte den Wagen mit einer Eisenstange bearbeitet hatten.

Der Grünen-Politiker aus Dresden, der seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestags ist, machte ein paar Beweisfotos und stellte diese auf Facebook ein. Dort schrieb er:

"So habe ich gerade mein geliehenes Wahlkampf-Auto vorgefunden. Mit einer Eisenstange wurde die Windschutzscheibe eingeschlagen und die Motorhaube beschädigt."

Außerdem stellte er bei der Polizei Strafanzeige, wie ein Beamter gegenüber TAG24 bestätigte. Vermutlich fand die Tat in der Nacht von Samstag auf Sonntag statt.

Zuletzt hatte Kühn sein Wahlkampfauto gegen 21.30 Uhr in unbeschädigtem Zustand in der Dresdner Neustadt gesehen. Am Sonntagmittag fand er es dann demoliert vor.

Klar als Wahlkampfauto zu erkennen: Das E-Mobil von Stephan Kühn.
Klar als Wahlkampfauto zu erkennen: Das E-Mobil von Stephan Kühn.

Sonntagnachmittag gab Kühn eine Pressemitteilung heraus, darin schreibt er: "Das Auto ist aufgrund der Beklebung klar als mein Wahlkampfauto identifizierbar. Es kann sich nur um einen gezielten Angriff gegen unseren Wahlkampf handeln. Ich verurteile dies zutiefst."

Der Grünen-Politiker will diese Eskalation im Bundestagswahlkampf nicht hinnehmen und schreibt weiter:

"... Nachdem bereits weit mehr unserer Plakate als in den vergangenen Jahren zerstört wurden, wird offenbar nun auch vor gezielter Gewalt nicht mehr zurückgeschreckt. Alle Demokratinnen und Demokraten sind aufgefordert sich diesem Hass entgegenzustellen."

Stephan Kühn, der seit 2011 verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion im Bund ist, wird seinen Wahlkampf unbeirrt fortsetzen. Er schließt seine Pressemitteilung mit den Worten:

"Ich werde mich durch diesen feigen Akt nicht einschüchtern lassen, sondern auch die nächsten beiden Wochen weiter entschieden für meine politischen Überzeugungen kämpfen.“

Unterdessen hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

Mit diesem Wahlkampfauto kann Stephan Kühn nicht mehr weiterfahren.
Mit diesem Wahlkampfauto kann Stephan Kühn nicht mehr weiterfahren.

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