Und das aus blinder Liebe! Essengeld-Kassiererin wurde zur Diebin

Dresden - Kleinvieh macht auch Mist. Und kleine, unterschlagene Geldbeträge summieren sich auch durchaus zu einer strafbaren Handlung.

Nina B. (30) unterschlug aus Liebe Essengeld.
Nina B. (30) unterschlug aus Liebe Essengeld.  © Peter Schulze

So fand sich Nina B. (30, Name geändert) auf der Anklagebank im Amtsgericht wieder. Sie hatte vor lauter Liebe zu einem Mann das Essengeld der Kollegen einbehalten.

Die Kauffrau war in einer Vertriebsfirma für das Einsammeln zuständig. Doch niemandem fiel auf, dass über Monate dieses Bargeld nicht in die Hauptkasse floss. Denn die Beträge, zwischen neun und 90 Euro, behielt Nina ein.

"Leicht ist mir das nicht gefallen", so die geständige, bis dato völlig unbescholtene junge Mutter. "Beim ersten Mal ließ ich das Geld zwei Wochen auf meinem Schreibtisch liegen, ehe ich es wirklich mitnahm." Aber dann eben immer wieder. Und so sackte Nina knapp 5 300 Euro ein.

Das Geld war nicht für sie: "Ich hatte einen Mann kennengelernt, der angeblich mal Polizist war und ständig Geld brauchte. Vor lauter Liebe gab ich ihm immer welches. Ich nahm sogar Kredite auf."

Über 20.000 Euro Schulden häufte die Kauffrau aus blinder Liebe an, ehe sie sich von dem Mann trennte, ihn sogar anzeigte. "Zeitgleich gab es eine Kassenprüfung in der Firma. Als ich das mitbekam, habe ich sofort reinen Tisch gemacht."

Ihr wurde sofort gekündigt, sie hat aber inzwischen einen neuen Job. Die unterschlagenen Moneten hat sie schon fast komplett zurückgezahlt.

Und so verurteilte der Richter die diebische Essengeld-Kassiererin zwar zu zehn Monaten Haft, setzte die Strafe aber zur Bewährung aus.

Titelfoto: Peter Schulze

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