Gefährliche Kreuzungen entschärft: Hier kracht's in Dresden am häufigsten

Dresden - Die Landeshauptstadt ist ein gefährliches Pflaster. Überall lauern sogenannte "Unfallhäufungsstellen" (UHS).

An der Dürerstraße wird noch immer am Kreisverkehr gebaut.
An der Dürerstraße wird noch immer am Kreisverkehr gebaut.  © Norbert Neumann

Um diese zu beheben arbeitet die Unfallkommission (Vertreter der Straßenbaubehörde, der Polizei und unter Leitung der Straßenverkehrsbehörde) an der Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Landeshauptstadt.

Unübersichtliche Kreuzungen sind derzeit Schwerpunkt ihrer Arbeit.

An der Kreuzung Dürerstraße/Hans-Grundig-Straße rattern seit Monaten die Baumaschinen. Hier wird ein Kreisverkehr eingerichtet. An den überbreiten Straßen krachte es immer wieder, weil jeder dachte, Vorfahrt zu haben.

Ein grüner Ampelpfeil für Linkssabbieger von der Hansastraße in die Maxi-Gorki-Straße soll das Dauer-Crashen beenden und die Zwinglistraße (Kreuzung Comeniusstraße/Schneebergstraße) ist jetzt Einbahnstraße.

Außerdem wurde der Radweg rot markiert.

An der Hansastraße hilft ein grüner Ampelpfeil beim Linksabbiegen.
An der Hansastraße hilft ein grüner Ampelpfeil beim Linksabbiegen.  © Norbert Neumann

Insgesamt beschäftigt sich die Kommission am meisten mit Abbiege-Unfällen. Rund 300 Unfallschwerpunkte gibt es in Dresden, aufgeteilt in drei Kategorien. Von leichten spricht man bei fünf Unfällen in zwölf Monaten an gleicher Stelle, von schweren bei fünf Unfällen mit Verletzten in sechs Monaten. Eine "Massen-UHS" hat 15 Crashs und mehr in einem Jahr vorzuweisen.

Fertig wird die 1991 gegründete Kommission nie. "Wir haben viele UHS entschärft, es kommen immer wieder neue dazu", so Reinhard Koettnitz (63), Leiter des Straßen- und Tiefbauamts. Beispielsweise verlagert sich der Verkehr, wenn neue Wohnanlagen gebaut werden. Gemeldet werden die UHS von der Polizei.

Fünfmal im Jahr kommt die Kommission zusammen, analysiert neue Stellen und sucht nach Lösungen, baulicher, verkehrsrechtlicher oder verkehrspolizeilicher Art. Dennoch kommt es auch auf die Verkehrsteilnehmer an: "Ich halte viel von Kontrollen", so Koettnitz.

An der Kreuzung Zwinglistraße/Schneebergstraße/Comeniusstraße soll der rote Radweg auf die Zweiräder aufmerksam machen.
An der Kreuzung Zwinglistraße/Schneebergstraße/Comeniusstraße soll der rote Radweg auf die Zweiräder aufmerksam machen.  © Norbert Neumann
Amtsleiter Reinhard Koettnitz (63) setzt trotz aller Maßnahmen auf Verkehrskontrollen.
Amtsleiter Reinhard Koettnitz (63) setzt trotz aller Maßnahmen auf Verkehrskontrollen.  © Norbert Neumann

Titelfoto: Norbert Neumann

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