Fahrer fuhr mit Absicht gegen das Denkmal

Am Samstagabend krachte ein weißer Transporter gegen das Lutherdenkmal auf dem Neumarkt.
Am Samstagabend krachte ein weißer Transporter gegen das Lutherdenkmal auf dem Neumarkt.

Von Torsten Hilscher und Uwe Schneider

Dresden - Der rätselhafte Crash gegen das Lutherdenkmal am Neumarkt – jetzt besteht Klarheit.

„Der Fahrer des Unfallwagens hatte psychische Probleme“, hieß es am Sonntag von der Polizei. „Er fuhr absichtlich gegen das Lutherdenkmal. Inzwischen ist er in die Psychiatrie eingewiesen.“

Nach MOPO24-Informationen stammt der Mann (29) aus Limbach-Oberfrohna.

Und das war passiert: Ein Ford-Transporter mit Zwickauer Kennzeichen war am Samstagabend gegen das Lutherdenkmal geknallt, genau genommen gegen den Sockel. Eigentlich dürfen auf dem Neumarkt keine Autos fahren.

Unmittelbar nach dem Unfall war der Fahrer zunächst vom Rettungsdienst versorgt worden. Weder er noch andere wurden aber verletzt.

Wie stark das Denkmal beschädigt wurde, muss noch untersucht werden. Am Montag wird sich das Denkmalamt damit befassen.

Die Statue hat für Dresden auch symbolische Bedeutung: Lag sie doch seit der Zerstörung der Frauenkirche im Februar 1945 vom Sockel gestürzt vor dem Trümmerberg. Die Wiederaufstellung erfolgte erst im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau des Gotteshauses.

Erst vor wenigen Wochen war ebenfalls auf dem Neumarkt ein Mercedes-Oldtimer in eine Touristengruppe gefahren und hatte mehrere Menschen verletzt.

Foto: Roland Halkasch


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