Dresdner Uniklinik braucht Geld für seltene Krankheiten

Dresden – Die Dresdner Uniklinik betreibt eines von bundesweit neun Zentren für "Seltene Erkrankungen". Für die Behandlung der Patienten und Forschung ist aus Sicht der Klinik mehr finanzielle Unterstützung notwendig.

Sprecher Dr. Reinhard Berner fordert mehr finanzielle Unterstützung für das Zentrum.
Sprecher Dr. Reinhard Berner fordert mehr finanzielle Unterstützung für das Zentrum.  © dpa/Thomas Albrecht/Universitätsklinikum Dresden

Nach aktuellen Schätzungen leiden rund vier Millionen Deutsche an seltenen Krankheiten. An der Uniklinik ist laut Zentrums-Sprecher Reinhard Berner etwa jeder sechste stationär behandelte Patient betroffen, weitere 300 Patienten wenden sich pro Jahr von außen an das Zentrum.

Meist sind Gendefekte die Ursache für die Krankheiten, sodass überproportional Kinder und Neugeborene betroffen sind.

Die Uniklinik hat sich am Zentrum vor allem auf angeborene Immundefekte, Autoimmunkrankheiten oder schwere bakterielle und virale Infektionskrankheiten spezialisiert.

"Die kostenintensive Behandlung der betroffenen Patienten und die Forschung dazu müssen derzeit aus dem laufenden Budget bestritten werden", sagt Berner. "Der erhöhte Aufwand ist nicht finanziert."

Auch die Entwicklung spezieller Pharmaka ist kostenintensiv, da dies für die Industrie aufgrund der wenigen Patienten nicht lukrativ ist.

Das Zentrum für seltene Krankheiten befindet sich in Haus 21 der Uniklinik Dresden.
Das Zentrum für seltene Krankheiten befindet sich in Haus 21 der Uniklinik Dresden.  © Marko Förster

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