Erste Todesfälle: Grippe-Notstand im böhmischen Grenzgebiet

Die Grippewelle droht auch aus Tschechien nach Sachsen zu schwappen.
Die Grippewelle droht auch aus Tschechien nach Sachsen zu schwappen.  © Imago

Dresden/Usti - In Sachsen breitet sich die Grippe aus. Zwei Menschen starben bereits an der Virusinfektion. Die Gefahr einer Ansteckung droht auch aus dem Nachbarland.

In den an Sachsen angrenzenden Kreisen Liberec und Usti nad Labem grassiert die Grippe derzeit am schlimmsten. Zehn Menschen starben in Tschechien bereits an der Grippe, über 100 sind in einem "ernsten Zustand im Krankenhaus", so eine Sprecherin des tschechischen Gesundheitsministeriums.

Besonders gefährlich: Im Kreis Liberec (173.000 Einwohner) sind bereits 2151 Menschen erkrankt, eine Zunahme von 21 Prozent allein in der letzten Woche.

Auch in Sachsen steigt die Zahl der Fälle: "Wir befinden uns in einer Hochzeit", sagt Jürgen Vogels (55), Sprecher des sächsischen Gesundheitsministeriums.

Ende der Woche waren es im Freistaat 3006 Fälle. Vogels rät: "Die Viren sind überall, deshalb sollte man streng Hygiene einhalten, häufig die Hände waschen."


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