Im Kampf für Tiere und Umwelt: Jetzt gibt es sogar vegane Bücher!

Dresden - Ein Dresdner will den Büchermarkt revolutionieren: Kay Hedrich (35) hat das erste vegane Buch der Welt erfunden. Seine geistige Kost schont Tierreich und Umwelt.

Weltneuheit aus Dresden: Matabook-Firmengründer Kay Hedrich (35) produziert vegane Bücher aus Graspapier.
Weltneuheit aus Dresden: Matabook-Firmengründer Kay Hedrich (35) produziert vegane Bücher aus Graspapier.  © Petra Hornig

"Wir wollen den Buchmarkt in eine neue nachhaltige Richtung führen", erklärt Hedrich. "Darum stellen wir vegane Bücher aus Graspapier her."

Die Unterschiede zu den meisten herkömmlichen Büchern: Er nutzt fürs Binden keinen tierischen Knochenleim, sondern wasserhaltigen Dispersionsklebstoff. Anstatt Druckfarben mit organischen Farbstoffen, die mit Läusen hergestellt werden, nutzt Hedrich Bio-Farben und Leinöl. Auch auf Ledereinbände, die aus Tierhaut bestehen, verzichtet er.

Größter Öko-Vorteil: "Wir nutzen kein Papier aus Holzproduktion, sondern Graspapier aus getrocknetem Heu", erklärt der studierte Medienmanager. "Zur Herstellung einer Tonne Holzzellstoff müssen 5000 Liter Wasser verbraucht werden. Wir brauchen für eine Tonne Graszellstoff nur zwei Liter." Da Gras überall wächst, muss es nicht wie der Großteil des Holzes aus dem Ausland importiert werden.

"Jedes vegane Graspapier-Buch schont Umwelt und Tierwelt. Es könnte sogar kompostiert werden", so Hedrich. Im Januar gründete er sein Unternehmen "Matabooks" in der Südvorstadt, fertigte als Pilot-Projekt Notizbuch und Roman an.

Die kosten wie bei Bio-Lebensmitteln ein paar Euro mehr. Für den Seriendruck sucht er hier Unterstützer.

Die nachhaltig hergestellten Bücher könnte man sogar kompostieren.
Die nachhaltig hergestellten Bücher könnte man sogar kompostieren.  © Petra

Titelfoto: Petra Hornig