Verbeamtung: Sachsen gräbt freien Schulen die Lehrer ab

Dresden - Des einen Leid ist des anderen Freud. Weil der Freistaat jetzt die Lehrer verbeamtet, bangen freie Schulen um die Pädagogen.

Weil Sachsen die Lehrer verbeamtet, sorgen sich die freien Träger um ihren Pädagogen.
Weil Sachsen die Lehrer verbeamtet, sorgen sich die freien Träger um ihren Pädagogen.  © Marijan Murat/dpa

"Die freien Träger kommen durch die Verbeamtung zunehmend unter Druck", sagt Manja Bürger, Geschäftsführerin Deutscher Privatschulen in Sachsen-Thüringen. "Deren gute Bezahlung ist daher ein Muss."

Derzeit macht der Freistaat seinen Pädagogen unschlagbare Angebote: steigende Gehälter und Verbeamtung. In Privatschulen verdienen Lehrer rund 20 Prozent weniger als ihre Kollegen im öffentlichen Bereich. Wer da nicht felsenfest vom Bildungskonzept freier Schulen überzeugt ist, könnte also abtrünnig werden.

Um an Privatschulen die gleichen Gehälter zu zahlen, sind laut Bürger die in Sachsen gezahlten Zuschüsse zu niedrig. Zwar stockt das Kultusministerium die Zuwendungen für freie Träger von 352 Millionen Euro auf 392,2 Millionen Euro in diesem und 422,7 Millionen Euro im Jahr 2020 auf.

Bürger hält diese Steigerung jedoch für zu gering.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

Mehr zum Thema Sachsen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0