Verdächtige Post mit Pulver in mehreren Regierungsgebäuden gefunden

Dresden - Feuerwehr- und Polizeieinsatz am Landtag wegen verdächtiger Post! Am Montagvormittag ging ein Briefumschlag im Parlament ein, adressiert an Landtagspräsident Matthias Rößler (64, CDU).

Mit Spezialanzug betrat ein Feuerwehrmann den Landtag.
Mit Spezialanzug betrat ein Feuerwehrmann den Landtag.  © Roland Halkasch

Eine Sekretärin hatte den Brief geöffnet. Darin: ein verdächtiges Pulver, so Landtagssprecher Ivo Klatte. Daher werde nun die Gefährdung analysiert, auch die Radioaktivität gemessen.

Auch im Justizministerium kam am Montag ein Brief mit unbekanntem Pulver an. Laut Sprecher Jörg Herold rückte die Feuerwehr an, der Umschlag wurde mitgenommen.

Zu Details konnte sich das Landeskriminalamt noch nicht äußern.

Ebenfalls betroffen war die Staatskanzlei. Hier wurde ein Brief, vermeintlich mit ätzender Substanz, festgestellt.

Wieder war die Feuerwehr im Einsatz. Es wurde ein Quarantäne im Bereich des Fundortes eingerichtet, so Regierungssprecher Ralph Schreiber.

Ob weiter Ministerien betroffen sind, ist noch unklar.

Update 17.23 Uhr: Briefe enthielten Drohschreiben

Laut LKA erhielten alle Postsendungen neben dem unbekannten Pulver verbale Drohungen. Diese kündigten bei Kontakt mit der Sendung Gesundheitsschäden an.

Polizei und Feuerwehr haben aber nach einer ersten Bewertung Entwarnung gegeben, eine konkrete Gefahr ausgeschlossen. Der Stoff wird jetzt untersucht, das Ergebnis steht noch aus.

Das Polizeiliche Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen übernommen.

Feuerwehrleute tragen blaue Säcke aus dem Landtag.
Feuerwehrleute tragen blaue Säcke aus dem Landtag.  © Norbert Neumann
An der Staatskanzlei waren Polizei und Feuerwehr im Einsatz.
An der Staatskanzlei waren Polizei und Feuerwehr im Einsatz.  © Roland Halkasch

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