Hat dieser Mann Dresdens Hobby-Angler um ihr Geld betrogen?

Wladimir W. (39) am Freitag vor dem Dresdner Amtsgericht.
Wladimir W. (39) am Freitag vor dem Dresdner Amtsgericht.  © Holm Helis

Dresden - Weil der Dresdner Wladimir F. (39) Vereinsbeiträge veruntreut habe, saß er am Freitag auf der Anklagebank - aber nur kurz.

Der gebürtige Russe war seit 2009 Vorsitzender des Vereins Freizeit Angler Dresden. Zwischen 2010 und 2011 hätte er Jahresbeiträge von 20 Mitgliedern kassiert - aber nicht eingezahlt.

So soll er sich pro Zahlung jedes Mal gut 100 Euro in die eigene Tasche gesteckt haben.

Zu einem Prozess kam es am Freitag am Dresdner Amtsgericht aber nicht. Der gelernte Versicherungskaufmann hatte "Glück":

Weil die Straftat schon reichlich sechs Jahre in der Vergangenheit liegt und er zu diesem Zeitpunkt unter Schizophrenie litt, wurde das Verfahren am Amtsgericht eingestellt.

Außerdem: "Zur Tatzeit gab es kein psychologisches Gutachten", so der Verteidiger.

Die Schizophrenie wurde zwar erfolgreich behandelt - auf dem Kerbholz hatte der 39-Jährige aber noch etwas.

Im Sommer dieses Jahres wurde der in Russland geborene Wladimir F. am Amtsgericht Dresden wegen Körperverletzung in drei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt.


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