Nach London: Droht Dresden ein Fettklops in der Kanalisation?

Eine Abwasserprobe wird in der Kläranlage Kaditz entnommen.
Eine Abwasserprobe wird in der Kläranlage Kaditz entnommen.  © Petra Hornig

Dresden - Ein riesiger Fettklops verstopfte kürzlich die Kanalisation in London (TAG24 berichtete). Auch in den Dresdner Abwasser-Kanälen verklumpen immer wieder verbotene Abfälle und verstopfen Leitungen, Wasserpumpen oder Siebe.

Dabei ist es meist nicht Fett, das verklumpt.„Haushaltstücher mit ihren langen Kunststoff-Fasern verstopfen die Pumpen im Abwassernetz. Der Kunststoff verharzt und zerstört Dichtungen.

Fällt ein Pumpwerk aus, staut sich das Abwasser in der Kanalisation unter Umständen bis in private Keller hinein“, warnt Torsten Fiedler (52) von der Stadtentwässerung.

Deshalb haben Feuchttücher und andere künstliche Müllreste nichts in der Toilette zu suchen. Sie sollten nur in den Gelben Sack oder die Restmülltonne geworfen werden.

Gleiches gilt übrigens für Medikamente aller Art. Auch moderne Kläranlagen können medizinische Stoffe kaum aus dem Abwasser klären.

Farben und Chemikalien sollten stattdessen auf jeden Fall auf einen Wertstoffhof gebracht werden. So müsste Dresden auch nicht mit großen Verstopfungen oder gefährlichen Chemikalien in der Unterwelt kämpfen.

Titelfoto: Petra Hornig


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