Viel zu wenig Stellplätze: Polizei zinkt parkende Taxis vorm Kulti an

Dresden - Riesen-Ärger bei Dresdens Taxifahrern! Sie beklagen Knöllchenjäger, die vorm Kulturpalast Strafzettel verteilen - auch zu Stoßzeiten, wenn Dutzende gebuchte Fahrer vorm Eingang auf ihre Gäste warten. Dort parken die Taxis aber nur, weil die Stadt in der Nähe nur wenige Halteplätze eingerichtet hat ...

Taxifahrer Alexander Noack (43) fühlt sich von Knöllchenjägern abgezockt.
Taxifahrer Alexander Noack (43) fühlt sich von Knöllchenjägern abgezockt.  © ronaldbonss.com /Ronald Bonss

Mit Philharmonie und Herkuleskeule ist der Kulti (1800 Plätze) Publikumsmagnet. Gäste ordern bis 40 Taxis, die zeitgleich nach Konzerten gebraucht werden.

Doch nahe Taxiplätze gibt es kaum. "Also fahren wir auf den Gehweg vorm Kulti, parken dort für maximal 30 Minuten. Wir holen die Gäste am Servicepunkt ab, viele sind betagt", erklärt Taxifahrer Alexander Noack (43).

"Leider werden seit dem Weihnachtsgeschäft gezielt Strafzettel verteilt. 20 Euro kostet das. Am Samstag fotografierten sogar Polizisten unsere Taxis."

Ein Polizeisprecher bestätigt, dass an dem Abend zehn Anzeigen wegen Parkvergehen aufgenommen wurden und ans Ordnungsamt weiter geleitet werden.

Da städtische Knöllchenjäger laut Rathaus vorm Kulti zuletzt keine Strafzettel verteilten, greifen jetzt eifrige Polizisten durch.

Denn laut Genossenschaft (460 Taxis) schlugen Fahrer in den letzten Wochen vermehrt Knöllchen-Alarm. "Die ersten lehnen es bereits ab, zum Kulti zu fahren", sagt Chef Jan Kepper (43). "Bis zum Kulti-Umbau wurde die Park-Praxis geduldet. Wir machen das nicht aus bösen Willen, sondern als ÖPNV-Dienstleister im Kundeninteresse."

Das Rathaus will dennoch keine Ausnahmen mehr erlauben. Parkende Fahrzeuge auf dem Fußweg seien gefährlich und der werde dort eben nach Veranstaltungen stark frequentiert.

Nach Konzerten warten bis zu 40 bestellte Taxis am Eingang vorm Kulturpalast.
Nach Konzerten warten bis zu 40 bestellte Taxis am Eingang vorm Kulturpalast.  © Alexander Noack

Titelfoto: ronaldbonss.com /Ronald Bonss

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