Nanu, Striezelmarkt ist nicht der Lieblingsmarkt der Dresdner?

Platz 1: „Advent auf dem Neumarkt“
Platz 1: „Advent auf dem Neumarkt“

Von Dominik Brüggemann

Dresden - So legendär wie der Striezelmarkt ist kein anderer Weihnachtsmarkt in Dresden. Unstrittig ist: Er ist der älteste, der größte und der bekannteste Weihnachtsmarkt der ganzen Stadt. Doch der beliebteste Weihnachsmarkt ist ein anderer, wie die große MOPO24-Umfrage zeigt.

Über 1500 Leser (Stand Montag, 18 Uhr) stimmten ab und entschieden: Der „Advent auf dem Neumarkt“ direkt an der Frauenkirche führt mit 26 Prozent klar vor dem Striezelmarkt (20 Prozent) und dem drittplatzierten Augustusmarkt (13 Prozent).

Letzteren organisiert die Agentur Plan de Saxe Dresden. Mitarbeiter Thoralf Gorek (40) sagt:

Platz 2: Striezelmarkt.
Platz 2: Striezelmarkt.

„Die weißen Pagodenzelte und die Beleuchtung kommen sehr gut an. In diesem Jahr haben wir mit 115 Ständen einen neuen Rekord.“

Neu in dieser Saison: Am Goldenen Reiter haben die Händler und Organisatoren einen Rundplatz samt wärmendem Feuer eingerichtet. „So wird’s noch gemütlicher für unsere Gäste“, sagt Gorek. Das Konzept gehe auf.

Statt einheitlicher Zelte setzt der „Advent auf dem Neumarkt“ auf ausgewählte Stände, viel Tannengrün und warme Beleuchtung.

Auch das „Adventsspektakulum“ im Stallhof setzt auf einzigartige Stände, will mittelalterlich anmuten. Hier zahlen die Besucher am Wochenende sogar Eintritt.

Tatsächlich aus dem Mittelalter stammt jedoch nur der Striezelmarkt.

3.Platz: Augustusmarkt.
3.Platz: Augustusmarkt.

Er findet bereits seit 581 Jahren statt. Diese Tradition und pompös weihnachtlich geschmückte Hütten locken jährlich über 2,5 Millionen Besucher an.

Damit das so bleibt, grübelt die Stadt ständig über Veränderungen. Robert Franke (38), Chef des Amts für Wirtschaftsförderung: „Kontinuierlich arbeiten wir gemeinsam mit allen Beteiligten daran, den Striezelmarkt immer noch ein wenig besser zu machen, Abläufe zu optimieren.“

Besucher könnten auch während der Marktzeit Hinweise bei der Marktleitung abgeben.

Schließlich soll der Striezelmarkt weiterhin für weihnachtlichen Glanz sorgen und Besucher aus aller Welt anziehen.

4.Platz: Körnerplatz.
4.Platz: Körnerplatz.
5.Platz: Stallhof.
5.Platz: Stallhof.

Klein und süß: Der Markt am Körnerplatz

Als Tipp gilt immer noch der Elbhangfest-Weihnachtsmarkt in Loschwitz am Körnerplatz. Hier trinkt sich der Glühwein vom Winzer besonders besinnlich: Etwas abgelegen, fast dörflich geht es rund um die Loschwitzer Friedrich-Wieck-Straße zu.

Rund 30 Kunsthandwerker und wenige ausgewählte Gastronomen bieten ihre selbstgemachten Produkte an. Hierzu zählen unter anderem Kerzenmacher, Holzspielzeughändler und ein Zinngießer.

Der Elbhangfestverein veranstaltet diesen kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt inzwischen zum 19. Mal. Neben dem eigentlichen Markt gibt’s ein eigenes Veranstaltungsprogramm: Täglich singen Chöre, spielen Bands oder treten Künstler auf.

Die Lichter des Elbhangfest-Weihnachtsmarktes leuchten noch bis zum 20. Dezember.

Weitere Infos: www.elbhangfest.de

Fotos: Eric Münch, imago, Thomas Türpe, Steffen Füssel, dpa/Sebastian Kahnert


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