Mehr Fahrgäste, mehr Züge, mehr Service: Bei der S-Bahn läuft es richtig rund

Dresden - Ob im Elbtal, im Großraum Dresden oder in der Westlausitz - es rollt bei der S-Bahn. Die Zahlen sind gut wie noch nie. Damit das so bleibt, gibt es weitere Verbesserungen. Aber: Auch Einschränkungen kündigen sich an.

Die S-Bahn erfreut sich im Großraum Dresden immer größerer Beliebtheit. Zusätzliche Züge sollen den Ansturm bewältigen.
Die S-Bahn erfreut sich im Großraum Dresden immer größerer Beliebtheit. Zusätzliche Züge sollen den Ansturm bewältigen.  © Marko Förster

Stephan Laue (42) strahlt: "Wir haben zehn Prozent mehr Fahrgäste als noch 2016. Pünktlichkeit, verdichtete Takte, all das hat sich ausgezahlt."

Laue muss so reden. Ist er doch als Leiter des Produktmanagements Sachsen bei der DB Regio Südost Chefverkäufer der Deutschen Bahn vor Ort. Doch tatsächlich zahlen sich die Zusatzfahrten nach Meißen und Kamenz aus, ebenso der neue Dresdner Halt Bischofsweg.

Nun wird's noch besser.

Laut Burkard Ehlen (50) vom Verkehrsverbund Oberelbe, VVO, fahren ab 3. April zwischen Dresden-Neustadt und Pirna morgens und nachmittags mehr Züge. Ab 13. April gibt es zwischen Hauptbahnhof und Meißen sonn- wie feiertags zusätzliche Nachtfahrten. Das betrifft Busse und die S-Bahn! Diese wiederum werden mit dem nächtlichen Postplatz-Treffen der Dresdner Verkehrsbetriebe abgestimmt. Erweitert wird künftig auch der Wanderexpress nach Tschechien - nämlich von Usti nach Dresden und zurück!

Auch beim elektronischen Service tut sich etwas. Ab Sonntag können VVO-Tickets per App über den DB-Navigator gebucht werden, konkret über den Menüpunkt "Verbundtickets". Nach erfolgreicher Buchung sind zwei Wege zur Fahrkarte möglich: Entweder das Ticket ist im Handydisplay sichtbar, oder es wird ausgedruckt.

Wermutstropfen bei all den Verbesserungen: Im Elbtal wird nach Ostern zwischen Obervogelgesang und Rathen wochenlang gebaut. Dann fahren die Züge nach Schöna zum Teil nur noch stündlich, aber mit mehr Wagen. Himmelfahrt und Pfingsten ruhen die Bauarbeiten.

VVO-Chef Burkhard Ehlen (50).
VVO-Chef Burkhard Ehlen (50).  © Holm Helis