Waffen und Sprengstoff: Bekommen wir bald sizilianische Verhältnisse?

Ein Fang der Bundespolizei von der A17 in Berggießhübel Ende Juni. Die Waffen 
und die Munition sind echt.
Ein Fang der Bundespolizei von der A17 in Berggießhübel Ende Juni. Die Waffen und die Munition sind echt.  © Bundespolizei

Dresden - Ein bisschen ist es wie auf Sizilien: Auch dieses Jahr wurden in Sachsen bereits wieder hunderte Straftaten mit Waffen und Sprengstoff begangen.

Das geht aus einer Statistik des Innenministeriums hervor. Abgefragt hat diese der Innenexperte Enrico Stange (48), Landtagsabgeordneter der LINKE.

So wollte Stange wissen, wie viele Sprengstoff-Fälle registriert wurden. „Insgesamt wurden im I. Quartal 200 entsprechende Straftaten erfasst“, so Innenminister Markus Ulbig (53, CDU). Im II. Quartal seien es 128 gewesen.

Unterschieden wird nach „Explosionen“ und „Funden“. Ganz vorn lagen jeweils Leipzig und Dresden, wo es allerdings auch große Fußballszenen gibt. Denn: gezählt wird auch Pyrotechnik.

Vier Fälle des II. Quartals werden der rechten Polit-Szene zugeordnet, drei der linken.

Noch schlimmer sieht es bei Delikten mit Waffen aus. Hier wurden seit Jahresbeginn fast 1400 Fälle registriert. Meist waren Stichwaffen im Einsatz, 434 Mal Schusswaffen.

„Rekordhalter“ ist immer Leipzig.

Innenminister Markus Ulbig (53, CDU).
Innenminister Markus Ulbig (53, CDU).  © DPA

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