Nach Waffenfund am Dresdner Hauptbahnhof: Anklage gegen Hintermänner

Dresden - Am 18. Februar sorgte ein riesiger Waffenfund am Hauptbahnhof in Dresden für große Aufregung. Jetzt wird zwei Hintermännern der Prozess gemacht.

Am Hauptbahnhof machte die Bundespolizei die riesige Entdeckung.
Am Hauptbahnhof machte die Bundespolizei die riesige Entdeckung.  © Christian Essler/dpa-Zentralbild/ZB

Wie die Staatsanwaltschaft Dresden am Montag mitteilt, hat diese Anklage gegen zwei bosnische Männer (24, 28) wegen gewerbs- und bandenmäßiger unerlaubter Einfuhr von Kriegswaffen am Landgericht erhoben.

Den beiden wird vorgeworfen, mitverantwortlich für die Einfuhr von u.a. 95 Handgranaten, 4 vollautomatischen Gewehren, 8 halbautomatischen Faustfeuerwaffen sowie Munition verschiedener Kaliber für Kurz- und Langwaffen zu sein und "dabei insbesondere das Fahrzeug, mit dem die Waffen über die deutsch-tschechische Grenze in das Bundesgebiet eingeführt wurden, präpariert, die Waffen im Fahrzeug versteckt und das Fahrzeug im Anschluss an die beiden anderweitig verfolgten Fahrer übergeben zu haben". Beide sollen Mitglieder einer Bande sein.

Ende Juni wurde bereits Anklage gegen die beiden Fahrer, die Bosnier Dino S. (29) und Emil A. (17), erhoben.

Weitere Ermittlungen in dem Fall brachten zutage, dass die beiden nun Angeklagten, "durch wiederholten grenzüberschreitenden Transport und gewinnbringenden Weiterverkauf von Waffen Einnahmen verschaffen wollten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten".

Außerdem gab es Anhaltspunkte, dass mit den geschmuggelten Waffen ein Terroranschlag verübt werden sollte.

Einen Termin für den Prozess steht noch nicht fest. Der 24-Jährige und sein 28-jähriger Kumpane sitzen weiterhin in Untersuchungshaft.

Mehrere Handgranaten wurden gefunden.
Mehrere Handgranaten wurden gefunden.  © Bundespolizei

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