Wahl zum Parteichef: Zitterpartie für Kretschmer?

Michael Kretschmer (42) soll das Ruder bei der CDU rumreißen. Schlichten muss er den Streit um die Lehrer, bevor er komplett eskaliert.
Michael Kretschmer (42) soll das Ruder bei der CDU rumreißen. Schlichten muss er den Streit um die Lehrer, bevor er komplett eskaliert.  © dpa/Monika Skolimowska

Löbau - Generationswechsel bei der Sachsen-CDU: Samstag soll Michael Kretschmer (42) auf einem Parteitag zum neuen Partei-Chef gewählt werden. Überschattet wird das Ganze vom heftigen Streit um die Lehrerverbeamtung. Der könnte Kretschmer gefährlich werden.

Erster Teil des Machtwechsels: Kretschmer soll Stanislaw Tillich (58, CDU) als CDU-Chef beerben, am Mittwoch im Landtag dann zum Ministerpräsidenten gewählt werden. Tillich hatte im Oktober seinen Rücktritt nach der desaströsen Bundestagswahl angekündigt.

Kretschmers Ergebnis wird ein Fingerzeig sein, wie gut er bei der Parteibasis mittlerweile ankommt. Noch mehr Brisanz bringt der Streit um die Verbeamtung.

Viele in der CDU-Landtagsfraktion sind stinksauer auf Kultusminister Frank Haubitz (59, parteilos), der einen ergebnisoffenen Prüfauftrag eigenmächtig zum Quasi-Verbeamtungsbeschluss uminterpretiert habe (TAG24 berichtete). Nicht der erste kommunikative Alleingang in seiner kurzen Amtszeit.

Bislang galt Haubitz auch in einem Kabinett Kretschmer als gesetzt. Gibt´s ein Machtwort? Gestern wollte sich Kretschmer nicht zu dem Streit äußern.


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