Resteverwertung bei der AfD: Partei klebt Plakate von Ex-Chefin Petry

Dresden - Die wichtigen Dinge stehen im Kleingedruckten - selbst auf Wahlplakaten.

Die AfD-Plakate stammen noch aus dem Bundestagswahlkampf 2017.
Die AfD-Plakate stammen noch aus dem Bundestagswahlkampf 2017.  © Norbert Neumann

Zum Beispiel bei der AfD. Dort zeichnet laut Impressum plötzlich wieder Frauke Petry (44) verantwortlich.

Die frühere Bundes-, Sachsen- und Landtags-Fraktions-Chefin findet sich als "Vertreterin" der Alternative für Deutschland am unteren Bildrand vieler Plakate.

Problem: Petry ist entmachtet, kämpft nur noch bei ihrer Neugründung "Die Blauen" um Aufmerksamkeit und Einfluss.

Zwar sitzt sie weiter im Bundestag, wo sie 2017 - ohne das den Wählern vorher zu sagen - noch für die AfD einzog, um kurz darauf aus der AfD auszusteigen. Jetzt ist sie dort fraktionslos.

"Da unsere Plakate fast täglich heruntergerissen werden, lassen wir an besonders gefährdeten Stellen die Randalierer an alten gebrauchten Plakaten austoben", erklärt AfD-Landesvize Joachim Keiler.

Tatsächlich stammen die Plakate von der Bundestagswahl 2017. Den "Blauen" und Petry ist das Ganze nicht bekannt. Entsprechend ihr Spott: "Der AfD gehen offenbar die vorzeigbaren Köpfe mit Profil aus, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen."

Der Name "Frauke Petry" am unteren Teil der Plakate.
Der Name "Frauke Petry" am unteren Teil der Plakate.  © Norbert Neumann

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