Wahl-Trend: Wird Sachsen schon bald unregierbar?

Dresden - Autsch! Neue Umfrage-Ergebnisse für Sachsen zeigen: Die regierende CDU/SPD-Koalition hat derzeit keine Mehrheit mehr! Die CDU wäre erstmals überhaupt auf drei Partner angewiesen.

Derzeit ohne Mehrheit: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU, r.) und sein Vize, Martin Dulig (44, SPD). 2019 sind Landtagswahlen in Sachsen.
Derzeit ohne Mehrheit: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU, r.) und sein Vize, Martin Dulig (44, SPD). 2019 sind Landtagswahlen in Sachsen.  © Thomas Türpe

Es ist die erste Umfrage in der Ära von Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU):

Wenn am Sonntag Landtagswahlen wären, bliebe die CDU mit 32 Prozent zwar noch stärkste Kraft, ergab eine Umfrage des Insa-Institutes im Auftrag von "Bild". Doch zufrieden ist die CDU damit nicht. Denn die Regierungsbildung wäre laut den Umfragewerten (siehe Diagramm) extrem schwierig.

Droht Sachsen damit 2019 die Unregierbarkeit?

Das zumindest sagt Sachsens Grünen-Chef Norman Volger (39), der auch eine CDU-AfD-Regierung befürchtet. Nach der Umfrage käme als Zweierbündnis nämlich nur diese oder ein Bündnis der CDU mit den Linken in Frage.

Sachsens CDU-Chef und MP Kretschmer schloss beide gegenüber TAG24 erneut aus. Sie seien ein "No Go". Bliebe ein Vierer-Bündnis aus CDU, SPD, Grünen und FDP!

Lachender Dritter: Sachsens AfD-Chef Jörg Urban (53) sieht seine Partei auf dem Weg zur stärksten Kraft.
Lachender Dritter: Sachsens AfD-Chef Jörg Urban (53) sieht seine Partei auf dem Weg zur stärksten Kraft.  © Eric Münch

Und die gebeutelte SPD?

Nach der desaströsen Wahl 2009 (10,4 Prozent) hatte der damalige neue Partei-Chef Martin Dulig (44, SPD) die Reform seiner Partei gestartet. Dienstag wollte er sich nicht äußern. SPD-Generalsekretärin Daniela Kolbe (38) sprach von "ernüchternden Zahlen".

"Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass die Zustimmung zu unserer Politik in Sachsen deutlich höher ist, als in dieser Momentaufnahme", so Kolbe. Vize-SPD-Landes-Chefin Eva-Maria Stange (61) räumte eine gewisse Ratlosigkeit ein. Offenbar erreiche man viele Menschen noch immer nicht.

Während die AfD davon sprach, auf dem Weg zur stärksten Kraft in Sachsen zu sein, bekräftigte Linke-Chefin Antje Feiks (39) den Anspruch, wieder zweitstärkste Kraft werden zu wollen.

Die neuesten repräsentativen Umfrage-Werte für Sachsen prognostizieren eine schwierige Regierungsbildung.
Die neuesten repräsentativen Umfrage-Werte für Sachsen prognostizieren eine schwierige Regierungsbildung.

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