War wohl nichts: Neonazis bissen sich an Dresden die Zähne aus

Auf der Wilsdruffer Straße kam es bei einer Blockade von Gegendemonstranten zu kurzen Rangeleien mit der Polizei
Auf der Wilsdruffer Straße kam es bei einer Blockade von Gegendemonstranten zu kurzen Rangeleien mit der Polizei  © Norbert Neumann

Dresden - Das lief mal gar nicht gut für Neonazi Gerhard Ittner (58): Weil zwei Reden auf seiner Auftaktkundgebung strafbar waren, löste die Polizei seine Veranstaltung noch vor dem Trauermarsch auf. Nicht der einzige Rückschlag für den Neonazi.

Sichtbar mies gelaunt lauschte Ittner den Reden seiner eigenen Demo, er selbst durfte per Auflage nicht ans Mikro. Eigentlich gut für ihn, denn in seiner letzten Rede in Dresden verherrlichte der Franke den Nationalsozialismus, kassierte dafür eine Geldstrafe.

Gegen diese hatte er Widerspruch eingelegt. Statt Ittner hielten nun das Ex-Model Michèle Renouf (71) und der Russe Vladimir K. strafbare Reden, woraufhin die Kundgebung aufgelöst wurde. Renouf wurde vorläufig festgenommen.

Doch auch Anmelder Ittner bekam Ärger: Weil er trotz Verbot durch die Stadt marschieren wollte, stellte sich die Polizei ihm in den Weg. Vor Wut schlug Ittner zu, wurde so auch vorläufig festgenommen.

Wieder auf freiem Fuß zerschlug sich auch die letzte Hoffnung auf einen Erfolg: Der suspendierte Berliner Grundschullehrer Nikolai N. (37), der selbst auf der Demo sprach, hatte für den Abend zu einer Saalveranstaltung in ein Hostel in der Südvorstadt geladen.

Ittner war gerade angekommen, da hatte das Hostel die Buchung auch schon abgesagt.

Neonazi Gerhard Ittner (58) wurde wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte vorläufig festgenommen.
Neonazi Gerhard Ittner (58) wurde wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte vorläufig festgenommen.  © Thomas Türpe
Die rund 200 Teilnehmer der rechtsextremen Kundgebung durften nicht mehr durch die Stadt demonstrieren.
Die rund 200 Teilnehmer der rechtsextremen Kundgebung durften nicht mehr durch die Stadt demonstrieren.  © Norbert Neumann

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