Kinderbetteln, Ratten füttern: Was bald noch in Dresden verboten werden soll

Die Leinenpflicht für Hunde soll erweitert werden.
Die Leinenpflicht für Hunde soll erweitert werden.  © Christof Heyden

Dresden - Ratten füttern verboten, Hunde ohne Leine an Haltestellen auch, aber dafür dürft Ihr jetzt länger Glasflaschen in Container werfen: Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (50, CDU) plant eine neue Version der geltenden Polizeiverordnung. Sie regelt, was in der Stadt erlaubt ist, und was nicht. Im November könnte der Stadtrat über die neuen Regeln entscheiden.

Bislang strebt Sittel folgende Änderungen an: Eine Auflockerung der Regeln ist bei der Müllentsorgung geplant. Bei Altglas- und Papiercontainern könnte die Einwurfzeit verlängert werden. Der Einwurf soll künftig täglich von 7 Uhr bis 20 Uhr, außer an Sonn- und Feiertagen, erlaubt sein.

Bislang durfte werktags nur bis 19 Uhr entsorgt werden, zusätzlich galt sonnabends eine Mittagspause.

Hunde müssen laut Entwurf hingegen mit neuen Einschränkungen rechnen: Die Leinenpflicht soll erweitert werden.

Dresdens Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (50, CDU).
Dresdens Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (50, CDU).  © Steffen Füssel

"Nach den derzeitigen Plänen soll künftig zum Schutz der wartenden Fahrgäste auch im Bereich der Fahrgastunterstände an Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel ein Leinenzwang gelten", so Anke Hoffmann, Sprecherin der Stadt Dresden.

Apropos Tiere: Künftig gilt das Fütterungverbot nicht nur für Tauben, sondern explizit auch für Ratten.

Ein neuer Punkt betrifft das nervige Betteln von Kindern. Künftig ist es verboten "als Kind oder in Begleitung eines Kindes zu betteln; Kinder im Sinne dieser Polizeiverordnung sind Personen, die noch nicht vierzehn Jahre alt sind", so der Wortlaut.

Noch ist offen, ob die Vorschläge so angenommen werden. "Letztlich entscheidet hierüber der Stadtrat, voraussichtlich im November", so die Stadt-Sprecherin.

Bald soll das Kinderbetteln auf Dresdens Straßen verboten werden.
Bald soll das Kinderbetteln auf Dresdens Straßen verboten werden.  © DPA

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