Wegen Raserei auf Nossener Brücke: Rathaus reagiert mit drastischer Maßnahme

Dresden - Tempo 30 brachte nicht den erhofften Erfolg: Die Risse auf der Nossener Brücke sind noch größer geworden. Nun sperrt die Stadt eine Fahrspur.

Auf der Nossener Brücke gilt seit Mitte Juni in Richtung Löbtau Tempo 30.
Auf der Nossener Brücke gilt seit Mitte Juni in Richtung Löbtau Tempo 30.  © Petra Hornig

Weil die Brücke marode ist, gilt in Richtung Löbtau seit Mitte Juni Tempo 30. Dadurch hatte man sich erhofft, weitere Schäden zu verhindern. Die dynamischen Lasteinwirkungen auf das Bauwerk sollten so reduziert werden, erklärt die Stadtverwaltung.

Dieses Experiment schlug allerdings fehl. Auch, weil sich kaum jemand an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält.

Bislang gab es vom Ordnungsamt drei Blitzer-Aktionen auf der Nossener Brücke. Dabei wurden 1337 von 4491 Autofahrer geblitzt. In der Folge sind die Risse an den Schweißnähten noch größer geworden.

Jetzt muss die Stadt umdenken: Die Tempo-30-Regelung soll bleiben, zusätzlich aber eine Fahrspur in Richtung Löbtau gesperrt werden.

"Vermutlich noch in den Sommerferien", wie ein Stadtsprecher mitteilt. Zudem seien in den nächsten Wochen weitere Blitzer-Aktionen geplant.

Zuvor gab's Kritik von geblitzten Fahrern (TAG24 berichtete). Das Tempo-30-Schild sei schlecht zu erkennen, von Abzocke war die Rede. Das Straßen- und Tiefbauamt hat daher ein zusätzliches Tempo-30-Schild aufgestellt.

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