Staatsschauspiel und Hoftheater erinnern an Rolf Hoppe

Dresden - Der Tod des Schauspielers Rolf Hoppe (†87) im November bewegte ganz Sachsen. Zu Jahresbeginn erinnern Weggefährten und Institutionen an den "Weltstar aus Dresden".

Für ihn zeitlebens ein Genuss: Rolf Hoppe entzündet seine geliebte Pfeife.
Für ihn zeitlebens ein Genuss: Rolf Hoppe entzündet seine geliebte Pfeife.  © Matthias Hiekel

Das Staatsschauspiel widmet seinem früheren Ensemblemitglied eine Filmnacht, auch in Hoppes Hoftheater werden Pläne zur öffentlichen Gedenkfeier konkreter. 1959 (bis 1970) spielte Rolf Hoppe erstmals im Ensemble des Staatsschausspiels, nach einem Engagement am Deutschen Theater Berlin kehrte er in den Jahren 1975 bis 1983 dorthin zurück.

In 50 Produktionen wirkte Hoppe mit, parallel spielte er in zahlreichen Filmen für DEFA, DFF sowie internationalen Co-Produktionen.

Mit drei Filmen aus dieser Zeit gedenkt das Staatsschauspiel am Sonnabend, 5. Januar, dem Charakterdarsteller in einer Rolf-Hoppe-Filmnacht im Kleinen Haus 3.

Zu sehen ist der DEFA-Märchenfilm "Hans Röckle und der Teufel" (1974), in dem Hoppe einen Erfinder verkörpert, der Mephistopheles an der Nase herumführt. Im Anschluss wird István Szabós oscarprämierter Film "Mephisto" (1981) gezeigt. Mit der Rolle der Göring-Figur wurde Hoppe an der Seite Klaus Maria Brandauers weltweit bekannt. Vielleicht seine bedeutendste Arbeit.

Beschlossen wird die Nacht mit dem Indianerfilm "Weiße Wölfe" (1969), in dem Hoppe als Bandenchef den Schurken neben Gojko Mitić spielt.

Eine öffentliche Gedenkveranstaltung soll am 9. Februar in Hoppes Hoftheater stattfinden.
Eine öffentliche Gedenkveranstaltung soll am 9. Februar in Hoppes Hoftheater stattfinden.  © Ove Landgraf

Tickets kosten 6 Euro pro Film, wer mehr als nur einen sehen möchte, zahlt für die zweite oder dritte Karte nur 3 Euro. Einzel- und Kombitickets gibt es an den Vorverkaufskassen.

Auch der Termin für die öffentliche Gedenkfeier in Hoppes Hoftheater in Dresden-Weißig steht nun fest. Dort haben bereits Familie, Kollegen und Freunde Abschied vom Schauspieler genommen, in durchaus fröhlicher Stimmung, wie es heißt.

Am Sonnabend, dem 9. Februar, will man dies nun mit dem Publikum wiederholen. Theaterleiter Dirk Neumann: "Wir setzen bislang eine Veranstaltung um 20 Uhr an." Je nach Interesse und Vorbestellungen kann es auch mehr werden. Eventuell eine zusätzliche Matinee nachmittags, vielleicht weitere am ganzen Wochenende.

Ausschnitte aus Hoppes Filmen sollen gezeigt werden, die Ensemblemitglieder wollen ihrem Prinzipal gedenken, langjährige Mitstreiter Hoppes werden eingeladen, um sich mit Anekdoten an ihn zu erinnern.

"Gojko fragen wir auch an", sagt Neumann, "mal sehen, wer alles kann."

Rolf Hoppe in "Hans Röckle und der Teufel" (1974).
Rolf Hoppe in "Hans Röckle und der Teufel" (1974).  © MDR/Progress
Weltruhm als NS-Ministerpräsident in "Mephisto" (1981).
Weltruhm als NS-Ministerpräsident in "Mephisto" (1981).  © MDR/Cine aktuell
In dieser Szene aus "Weiße Wölfe" (1969) ist Hoppe nicht im Bild.
In dieser Szene aus "Weiße Wölfe" (1969) ist Hoppe nicht im Bild.  © MDR

Titelfoto: Ove Landgraf, dpa

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