Weil sich ewig nichts tat: Dresdner greifen für neuen Bolzplatz selbst zum Spaten

Dresden - Der "Russensportplatz" im Nordwesten des Alaunparks: Bereits vor fünf Jahren hatte die Stadt dem Freistaat das Areal abgekauft, wollte damit den Park erweitern.

Subbotnik auf dem Russensportplatz: Rund 35 Helfer verteilten die aufgeschüttete Erde auf dem Boden.
Subbotnik auf dem Russensportplatz: Rund 35 Helfer verteilten die aufgeschüttete Erde auf dem Boden.  © Ove Landgraf

Doch für die Gestaltung der grünen Wiese war bislang kein Geld da. Darum packten die Neustädter jetzt im Subbotnik-Einsatz selbst an und buddelten für ihren Bolzplatz.

Anstatt ewig zu warten, während sich nichts tut, packten die Neustädter Freitag lieber selbst an. Verwaltung und Stadtteilrunde hatten zum Arbeitseinsatz eingeladen, wollen jetzt wenigstens einen Bolzplatz (15x18 Meter) im Norden schaffen. Den wünschen sich viele Neustädter, hatten Befragungen ergeben.

"Im Viertel gibt es keine frei nutzbaren Fußballplätze", sagt auch Felix Höhne (27) von der lokalen Initiative "Kiez-Kicker Dresden". "Darum begrüßen wir das Projekt total, helfen hier gern mit."

Höhne und rund 35 freiwillige Helfer aus dem Viertel nahmen Freitag Schaufeln in die Hand, verteilten bereits angekarrte Erde auf dem Boden. "So können sie wirklich etwas bewegen und aktiv mitwirken", beschreibt die städtische Projektleiterin Halina Starkloff (51) den positiven Subbotnik-Effekt.

Ab jetzt übernimmt das Rathaus wieder, lässt in den kommenden Tagen Rasen auftragen. Anfang nächsten Jahres sollen die Tore aufgestellt werden. Dann kann im Alaunpark endlich vernünftig gekickt werden.

Auch Markus Günzel (39) mit Sohn Milan (6) schaufelten für den Bolzplatz mit.
Auch Markus Günzel (39) mit Sohn Milan (6) schaufelten für den Bolzplatz mit.  © Ove Landgraf
"Der Bolzplatz ist wichtig für unser Viertel": Felix Höhne (27) von den "Kiez-Kickern" half am Freitag mit.
"Der Bolzplatz ist wichtig für unser Viertel": Felix Höhne (27) von den "Kiez-Kickern" half am Freitag mit.  © Ove Landgraf

Titelfoto: Ove Landgraf