Weiße Flotte hat die "Bad Schandau" nach Preußen verkauft

Dresden - Die Sächsische Dampfschiffahrt hat in aller Stille das Motorschiff "Bad Schandau" verkauft.

Anfang November verließ die "Bad Schandau" Dresden.
Anfang November verließ die "Bad Schandau" Dresden.

Nach 26 Jahren in treuen Diensten der Weißen Flotte wird der Ausflugsdampfer (96 Plätze) bald Fahrgäste über den "preußischen" Müggelsee (der größte der Berliner Seen) schippern.

Knapp zweieinhalb Jahre nach dem Verkauf der fünf Jahre älteren "Lilienstein" an die Fahrgastschifffahrt Oderberg hat nun auch die "Bad Schandau" Abschied von der Elbe genommen.

Noch diesen November wird das beliebte Motorschiff vom neuen Eigner, der Reederei Kutzker in Grünheide bei Berlin, übernommen. Reedereichef Michael Kutzker (48): "Spätestens ab Ostern soll der Dampfer dann vorwiegend auf dem Müggelsee eingesetzt werden."

Bis dahin ist noch einiges zu tun. Der Motor und der Generator werden ausgewechselt und noch ein paar "Kleinigkeiten" müssen gerichtet werden, wie der Chef sagt. Auch der Name "Bad Schandau" ist dann Geschichte. Das Motorschiff bekommt eine neue Identität: "Der Name wird noch nicht verraten." Vermutlich wird es ein Flussname, wie die fünf weiteren Schiffe der Reederei.

Die Sächsische Dampfschiffahrt bestätigte zwar den Verkauf, teilt aber "noch keine weiteren Details" mit, wie Sprecher Robert Rausch sagt.

Das Motorschiff "Bad Schandau" (32,10 Meter lang, bis zu 15 km/h schnell) wurde 1987 in der Yachtwerft Berlin gebaut und sollte ursprünglich als Flusskreuzer zwischen Dresden und Hamburg pendeln. Daraus wurden dann Fahrten im "kleinen Grenzverkehr" nach Decin /Tschechien. 1992 kaufte die Weise Flotte sie dann der Treuhand ab.

Flottenchefin Karin Hildebrand (63) hat das Motorschiff "Bad Schandau" verkauft.
Flottenchefin Karin Hildebrand (63) hat das Motorschiff "Bad Schandau" verkauft.  © Thomas Türpe
Auf dem Müggelsee wird sie unter neuem Namen spätestens ab Ostern wieder zu sehen sein.
Auf dem Müggelsee wird sie unter neuem Namen spätestens ab Ostern wieder zu sehen sein.  © Imago

Titelfoto: Thomas Türpe

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