Pleite verhindert! Weiße Flotte vor der Rettung

Dresden - Aufatmen bei der Weißen Flotte. Ein Untergang der Sächsischen Dampfschiffahrt wurde am Freitag in höchster Not abgewendet. Mehr als 95 Prozent der Gesellschafter stimmten für das vorgelegte Modernisierungskonzept.

Vor allem das extreme Niedrigwasser der Elbe brachte die Weiße Flotte in große Not.
Vor allem das extreme Niedrigwasser der Elbe brachte die Weiße Flotte in große Not.  © DPA / Robert Michael

Das sieht etwa vor, dass die 500 Eigentümer des Traditionsunternehmens zunächst auf gewinnunabhängige Zahlungen verzichten, damit die Firma ein Finanzpolster von etwa zwei Millionen Euro aufbauen kann.

Die Bereitschaft der Gesellschafter war Voraussetzung, dass weiterhin Geld von Banken und vom Freistaat fließt. Mindestens zwei weitere Millionen werden gebraucht.

Niedrigwasser, sinkende Passagierzahlen und Umsatzrückgänge hatten das Unternehmen in die roten Zahlen rutschen lassen. 2018 ging der Umsatz um mehr als zwei Millionen Euro zurück.

Statt über 500.000 Tickets im Jahr 2017 konnten im Vorjahr nur 354.228 Fahrscheine verkauft werden.

Die Folge war ein Verlust von 827.000 Euro.

"Wir wirtschaften grundsätzlich solide. Nicht beeinflussen können wir aber Wetterextreme. Wir reagieren darauf extrem flexibel, mit tollen Mitarbeitern. Dennoch mussten immer wieder Fahrten ausfallen", erklärt Dampferchefin Karin Hildebrand (64) ihr Dilemma.

Durch den Verzicht auf Auszahlungen an die Eigentümer soll wieder mehr Wasser unter den Kiel der Flotte kommen.

Weitere Zustimmungen von Banken stehen aber noch aus. Zudem muss bis Sommer 2020 das Gesamtkonzept für die Rettung vorliegen. Klare Ansage indes von der Landesregierung.

Finanzminister Matthias Haß (52, CDU): "Der Freistaat wird den weiteren Weg nach Kräften unterstützen, um die Dampfschiffahrt auf der Elbe nachhaltig und langfristig zu sichern.“

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