Wenige Wochen vor dem ersten Urnengang: Wahlhelfer-Notstand in Sachsen!

Dresden - Im Superwahljahr 2019 brauchen Sachsens Städte und Gemeinden Tausende ehrenamtliche Wahlhelfer - und gefunden sind sie längst noch nicht.

Wahlhelfer halten den Betrieb in den Wahllokalen am Laufen - ein Ehrenamt.
Wahlhelfer halten den Betrieb in den Wahllokalen am Laufen - ein Ehrenamt.

Beispiel Leipzig: Die Stadt benötigt für die Europa- und Kommunalwahl am 26. Mai sowie die Landtagswahl am 1. September insgesamt 5.500 Wahlhelfer.

"Bis zum heutigen Tag haben sich 4.300 Wahlhelfer registrieren lassen", so das Leipziger Amt für Statistik und Wahlen. Es sei schwieriger als sonst, genügend Helfer zu finden, denn es werden mehr Wahlvorstände gebraucht. "Die Erhöhung ist eine Folge der gewachsenen Stadt Leipzig."

In Dresden fehlen noch mindestens 1 500 Wahlhelfer, 2 600 haben sich bislang gemeldet. Am 26. Mai sollen so viele Helfer wie möglich in den Wahllokalen im Einsatz sein, weil die Auszählung wegen der vier Wahlen - Europa- und Stadtratswahl, Ortschaftsräte und Stadtbezirk-Beiräte - länger dauern wird als üblich. "Das kann ein Grund sein, warum es weniger Anmeldungen als sonst gibt", so eine Rathaussprecherin.

Auch andere sächsische Gemeinden suchen noch nach Wahlhelfern. Für sie gibt es ein "Erfrischungsgeld" - in Dresden bis zu 65 Euro pro Wahltag.

Zu den Aufgaben gehört auch die Stimmenauszählung - gerade bei der Wahl im Mai besonders aufwendig.
Zu den Aufgaben gehört auch die Stimmenauszählung - gerade bei der Wahl im Mai besonders aufwendig.  © DPA

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