Neue Woba "WiD" bekommt über 300 Wohnungen auf einen Schlag

Dresden - Die neue Woba "WiD" ist noch immer das Prestige-Objekt von Linken, Grünen und SPD. Bis 2024 soll der Bestand städtischer Wohnungen auf mindestens 2500 wachsen. Doch aktuell kommt die WiD auf maximal 862 zumindest projektierte Wohnungen. Das könnte sich nun über Nacht ändern.

In Pieschen "erbt" die WiD auf einen Schlag 357 Wohnungen.
In Pieschen "erbt" die WiD auf einen Schlag 357 Wohnungen.  © Eric Münch

357 bereits gebaute und fast vollständig vermietete Wohnungen in Pieschen sollen per Ratsbeschluss WiD-Eigentum werden. Damit würde sich der Wohnungsbestand um 40 Prozent erhöhen. Das letzte Wort hat frühestens Ende März der Stadtrat.

Betroffen sind Wohnungen an der Leisniger, Moritzburger, Rehefelder und Oschatzer Straße sowie auf der Bürgerstraße, der Konkordienstraße und am Leisniger Platz.

Hintergrund des Deals: Bisher ist neben der Äußeren Neustadt und dem Hechtviertel auch Pieschen ein förmlich festgelegtes Sanierungsgebiet. In den 1990er-Jahren wurden diese Gebiete in ein Treuhandvermögen übertragen, welches mit Ablauf der Sanierungsfrist nun wieder städtisch wird.

Laut Rathaus sollen dabei fast alle Pieschener Treuhand-Häuser (mit Ausnahme der Kita an der Leisniger Straße 70) in WiD-Besitz übergehen. Der Wert: knapp 40 Millionen Euro.

Für Anfang 2020 ist der Baubeginn an vier weiteren Standorten geplant

Aus Sicht der Stadt ein gutes Geschäft: Die fast komplett vermieteten Wohnungen sind allesamt saniert. Dennoch wird vor Ort günstig (4,80 €/m2) gewohnt. Damit werden alle Voraussetzungen für Sozialwohnungen befolgt.

Gute Nachricht für alle Mieter: Stadt und WiD planen mit geringen Mietsteigerungen von durchschnittlich einem Prozent pro Jahr ab 2022.

Zudem kommt der Neubau von WiD-Wohnungen in Schwung. 70 Wohnungen werden dieses Jahr bezugsfertig und vermietet. Daneben wurden in den vergangenen Wochen drei neue Baustellen eröffnet, für Anfang 2020 ist der Baubeginn an vier weiteren Standorten geplant.

Die WiD werkelt damit stadtweit an zehn Standorten.

Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (43, Linke) und WiD-Chef Steffen Jäckel (49).
Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (43, Linke) und WiD-Chef Steffen Jäckel (49).  © Ove Landgraf
Auch die Kita an der Leisniger Straße gehört zum Treuhand-Paket, wechselt aber nicht mit zur WiD.
Auch die Kita an der Leisniger Straße gehört zum Treuhand-Paket, wechselt aber nicht mit zur WiD.  © Eric Münch

Titelfoto: Eric Münch

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