Rathaus will Investoren für Kita & Co. abkassieren

Ist fachlich für die Pläne
der Stadt verantwortlich:
Baubürgermeister
Raoul Schmidt-Lamontain
(40, Grüne, Mi.).
Ist fachlich für die Pläne der Stadt verantwortlich: Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (40, Grüne, Mi.).  © Norbert Neumann

Dresden - Dresden boomt - 2025 könnten es bereits 600.000 Einwohner sein. Doch immer neue Wohngebiete sorgen für neue Herausforderungen: Schulen, Kitas und Straßen halten kaum Schritt.

In der Landeshauptstadt sollen Investoren daher zukünftig dafür zur Kasse gebeten werden.

Hintergrund: Baufirmen profitieren von - und werben mit städtischer Infrastruktur wie Schulen oder Kitas in ihrer Nähe. Bisher konnten Bau-Mogule aber nur umständlich oder gar nicht an den Kosten dafür beteiligt werden.

Auch das immer wieder angemahnte Bereitstellen von Sozialwohnungen sorgt für Konflikte.

"Dresden ist ein Vierteljahrhundert lang unter der CDU-Dominanz im Stadtrat verschenkt worden. Das wird bald vorbei sein. Investoren werden auch zukünftig nicht in Sack und Asche durch Dresden gehen, sie werden aber weniger verdienen", so Tilo Wirtz (50 Linke).

CDU, AfD und FDP befürchten eine Gängelung der Baulöwen - und deren Rückzug aus Dresden. "Der Plan ist Ausdruck der Regulierungswut von Rot-Grün-Rot. Die werden nicht müde, Investoren immer neue Auflagen zu geben", ärgert sich CDU-Rat Gunter Thiele (44).

Der Rat beschloss dennoch mit knapper Mehrheit, dass die Regelungen grundsätzlich kommen, genaue Details müssen aber erneut beschlossen werden.

Gunter Thiele
(44, CDU).
Gunter Thiele (44, CDU).  © Norbert Neumann
Damit sich auch zukünftig in Dresden Kräne drehen dürfen,
sollen Investoren mehr zahlen.
Damit sich auch zukünftig in Dresden Kräne drehen dürfen, sollen Investoren mehr zahlen.  © Norbert Neumann

Titelfoto: Norbert Neumann


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