Dresdner Wissenschaftler: Wie Zebrafische Patienten mit Schlaganfall helfen

Dresden - Sächsische Forscher sind auf dem Weg zur Beseitigung von Schlaganfallfolgen ein gutes Stück weitergekommen: Ihnen gelang es, über Zebrafische neu gebildete Nervenzellen zu ermitteln. Die Fische sind evolutionär eng mit uns Menschen verwandt.

Professor Michael Brand.
Professor Michael Brand.  © TU Dresden/PR

Wissenschaftler um Professor Michael Brand vom Zentrum für Regenerative Therapien der TU Dresden nahmen dazu eine Art Volkszählung im Gehirn des Fischleins vor. Hintergrund: Das Tier kann - anders als der Mensch - abgestorbene Gehirnzellen regenerieren.

"Die Wissenschaftler entdeckten dabei Neuronen-Typen, die sich neu bilden können: solche, die Verbindungen zwischen Hirnarealen schaffen, sowie welche, die der Feinsteuerung anderer Neuronen dienen", so eine TU-Sprecherin.

"Die Forscher untersuchten auch Daten von Mäusegehirnen und stellten fest, dass Zebrafisch und Maus die gleichen Zelltypen besitzen." Damit bekämen die Ergebnisse eine hohe Relevanz für den Menschen!

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Professor Brand erläutert: „Wir erhoffen uns daraus wichtige Erkenntnisse für mögliche Therapien, die dem Menschen nach Verletzungen, Schlaganfall und bei neurodegenerativen Erkrankungen helfen."

Und weiter: Wir wissen bereits, dass eine gewisse Regenerationsfähigkeit auch beim Menschen vorhanden ist, und arbeiten daran, dieses Potenzial wachzurufen."

Noch kann das menschliche Gehirn nach Schlaganfällen nur sehr mühsam neue Nervenzellen bilden.
Noch kann das menschliche Gehirn nach Schlaganfällen nur sehr mühsam neue Nervenzellen bilden.  © 123rf.com/Tridsanu Thopet

Titelfoto: 123rf.com/Tridsanu Thopet, TU Dresden/PR

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